Deprecated: Function ereg() is deprecated in /home/www/web296/html/typo/t3lib/class.t3lib_div.php on line 1066

Deprecated: Function ereg() is deprecated in /home/www/web296/html/typo/t3lib/class.t3lib_div.php on line 1074

Deprecated: Function ereg_replace() is deprecated in /home/www/web296/html/typo/t3lib/class.t3lib_page.php on line 499

Deprecated: Function ereg_replace() is deprecated in /home/www/web296/html/typo/t3lib/class.t3lib_page.php on line 501

Deprecated: Function ereg_replace() is deprecated in /home/www/web296/html/typo/t3lib/class.t3lib_page.php on line 504
Scuba-Unlimited.at: Lexikon
 

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N |

 O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z


  A

ABC Ausrüstung Die ABC-Ausrüstung besteht aus Maske, Flossen und Schnorchel
 
 
Absorption (Schwächung) Die Durchlässigkeit des Wasser für das Licht nimmt mit zunehmender Wasserschicht deutlich ab. Die Helligkeit wird geringer, weil die Intensität des Lichtes vom Wasser vermindert wird. Das Wasser absorbiert verschiedene Lichtfarben (verschiedene Wellenlängen) unterschiedlich stark. Rotes (langwelliges) Licht wird stärker absorbiert als blaues (kurzwelliges) Licht.
 
 
Abtauchen Die beste Methode abzutauchen ist, nach Entleeren der Weste auszuatmen und sich - Füße voran - absinken zu lasssen. So kann man die Partner am besten im Auge behalten. Über Kopf taucht man nur ab, wenn es schnell gehen soll oder wenn man zu bereits abgetauchten Partnern aufschließen will.
 
 
Alkohol entfaltet nach einer kurzandauernden stimulierenden Wirkung seine relativ lange andauernde narkotische Hauptwirkung. Vermehrter Alkoholkonsum am Abend bedeutet immer Tauchuntauglichkeit für den nächsten Vormittag oder gar den ganzen nächsten Tag, wobei natürlich dann absolute Alkoholabstinenz einzuhalten ist.
 
 
Alveolen Lungenbläschen
 
 
Amonton Gesetz Der Druck einer konstanten Gasmenge nimmt je °C Erwärmung um 1/273 des Druckes bei 0 °C zu. ->Siehe Gay-Lussac.
 
 
Apnoe Tauchen Tauchen ohne Atemgerät
 
 
Archimedisches Prinzip Ein Körper verliert beim Eintauchen in eine Flüssigkeit soviel an Gewichtskraft, wie die von ihm verdrängte Flüssigkeitsmenge wiegt.
 
 
Atemregler Der Atemregler (Lungenautomat) reduziert den Druck der ->Druckluftflasche auf den ->Umgebungsdruck. Dies wird je nach Konstruktionsprinzip entweder in einer einzigen Stufe oder in zwei getrennten Stufen (->Erste Stufe und ->Zweite Stufe) erreicht. Um leichtes Atmen trotz des sich verändernden Flaschendrucks zu gewährleisten führen moderne Atemregler die Druckminderung in einem zweistufigen Prozeß durch. Die Luft strömt nicht konstant aus dem Atemregler. Der Luftstrom wird durch das Einatmen des Tauchers initiiert. Aus diesem Grund werden die modernen Atemregler auch als "Demand-System" bezeichnet. Die Luft wird in das umgebende Wasser ausgeatmet. Man nennt dieses System " offener Kreislauf".
 
 
Aufstiegsgeschwindigkeit bei einem Aufstieg mit der Taucherweste aus 5 m Tiefe. Mit abnehmender Tiefe dehnt sich die Luft im Westenkörper durch den geringeren Umgebungsdruck aus. Dadurch wird der Auftrieb größer und die Aufstiegsgeschwindigkeit nimmt zu. Um das zu verhindern, muß entsprechend Luft aus der Weste abgelassen werden, und zwar durch das Mundstück, weil man hier feiner dosieren kann.
 
 
Aufstiegszeit Netto-Zeit des Auftauchens, die sich aus Aufstiegsgeschwindigkeit und Tauchtiefe errechnet.
 
 
Auftauchzeit Uhrzeit, in der wir die Oberfläche wieder erreichen.
 
 
Auftrieb Ist die Gewichtskraft eines eingetauchten Körpers kleiner als die des verdrängten Wassers, bleibt eine nach obengerichtete Kraft übrig. Diese nennt sich Auftrieb.
 
 
Ausrüstung siehe ->Tauchausrüstung
 
 
Austarieren Ist die Gewichtskraft eines eingetauchten Körpers gleich der des verdrängten Wassers, so schwebt der Körper im Wasser. Dies nennt man austariert oder im hydrostatischen Gleichgewicht.
 
 
Außenohr Das Außenohr besteht aus der Ohrmuschel und dem äußeren Gehörgang, der nach innen durch das Trommelfell abgedichtet ist. Dieser Abschnitt dient wie ein Trichter der Zuleitung der Schallwellen auf das Mittelohr.
 
 

top


  B

Barakuda International Aquanautic Club, Adresse: Borbeckstr. 249, D-45255 Essen, Tel. +49-201-670049, Fax +49-201-681776; Barakuda gehört zu den führenden gewerblichen Organisationen in Mitteleuropa, ist ->RSTC-Mitglied und Mitinitiator und Gründungsmitglied der ->ITLA Potsdam.
 
Barotrauma Das Wort ist zusammengesetzt aus den griechischen Worten tó trauma=die Wunde und tó báros=die Schwere, das Gewicht. Der Begriff beinhaltet eine organ- bzw. gewebetypische Verletzung von lufthaltigen, starrwandigen und mehr oder minder flexiblen Körperhöhlen durch eine fehlende oder unzureichende Belüftung bei Änderung des ->Umgebungsdrucks und einen dadurch entstehenden Unterschied zwischen Innen- und Außendruck ( Kompressionskrankheit (Squeeze): Druckschädigung in oder an Hohlräumen des menschlichen Körpers). Entsprechend dem ->Boyle-Mariotteschen Gesetz sind die Volumenänderungen von Gasen in geringen Tiefen am größten. Das bedeutet: Im Flachbereich ist die Gefahr eines Barotraumas stärker als in großen Tiefen.
 
Barotrauma der Haut entsteht durch Faltenbildung im Tauchanzug, wenn kein Druckausgleich stattfinden kann. Bei zunehmendem Umgebungsdruck wird die Haut in die Falten des Tauchanzugs gedrückt was zu ->Hämatomen führen kann. Klinisch zeigen sich peitschenschlagartige blutunterlaufene Streifen am ganzen Körper. Zur Vorbeugung sollte bei Naßtauchanzügen auf gute Paßform geachtet werden. Bei Trockentauchanzügen sollte dicke Unterwäsche getragen werden, außerdem muß ständiger Druckausgleich durchgeführt werden.
 
Bends Schmerzhafte Gasblaseneinschlüsse in den Gelenken.
 
Bergseetauchen Die Berücksichtigung von anderen Luftdrücken gegenüber dem Meerestauchen erfordert die Nutzung von Bergseeformeln bzw. -tabellen. Die Formeln zur Berechnung der sog. "Tabellen-Tiefe" und der "Dekompressions-Tiefe" sind wegen des erheblichen Risikos von Rechenfehlern nicht zu empfehlen. Verschiedene Tabellensysteme verfügen über spezielle Bergseetabellen, die genauso einfach zu lesen sind wie die üblichen Dekompressionstabellen.
 
Bleigurt dient zum Ausgleich des ->Auftriebs, den der Taucher durch seinen Tauchanzug erfährt. Der Gurt muß mit einer einhandbedienbaren Schnellabwurfschnalle versehen sein und sollte aus einem undehnbaren Material bestehen. Die Gewichtsstücke befinden sich symmetrisch, rutschfest und gegen Verlust gesichert am Gurt.
 
Boyle Mariotte Das Gesetz von Boyle und Mariotte besagt: Bei gleichbleibender Temperatur steht für eine gegebene Gasmenge der Druck im umgekehrten Verhältnis zum Volumen.
 
Bradycardie Verlangsamung des Herzschlages
 
Briefing Bei einer Ausfahrt mit dem Boot eines Tauchzentrums werden der Kapitän und der Organisator des Tauchunternehmens, sobald alle Teilnehmer an Bord sind, das sog. Briefing durchführen. Das heißt, sie werden eine Reihe von Informationen, Instruktionen und Hinweisen geben. Der Kapitän kümmert sich um alles, was mit dem Boot zu tun hat, und zeigt beispielsweise, wo sich die jeweiligen Schwimmwesten und Rettungsringe sowie die Gemeinschaftseinrichtungen befinden. Schließlich informiert er über Dauer der Ausfahrt, den Tauchplatz und die Wasserverhältnisse. Der Organisator seinerseits erläutert das Tagesprogramm, stellt die schon bestehenden Buddyteams fest und führt die verbliebenen einzelnen Taucher zusammen. Er beschreibt die Merkmale des Tauchplatzes sowie die Lebensformen und die Beschaffenheit des Grundes, die besonderes Interesse verlangen, und richtet nochmals die Aufmerksamkeit auf wichtige Sicherheitsaspekte. Er wird auch die wichtigsten Signale sowie das Vorgehen bei ->Notaufstieg und ->Sicherheitsstop ins Gedächtnis zurückrufen, und er weiß, ob auf den vorgesehenen Sicherheitsstops ein Tauchgerät hängt. Im allgemeinen handelt es sich um eine Flasche mit mindestens einem Atemregler. Zudem wird der Organisator kontrollieren, ob alle ihre Ausrüstung korrekt angelegt haben, (dies entbindet jedoch niemanden davon, sich selbst oder seinen Partner zu überprüfen), und den Flaschendruck jedes Tauchers feststellen und notieren. Schließlich gibt er den einzelnen Tauchgruppen das Startzeichen, erhält von ihnen das rituelle "O.K.", wenn diese zum Abtauchen bereit sind, und schreibt die Uhrzeit des Abtauchens auf. In dem einfacheren Fall von zwei Partnern, die beschließen, alleine zu tauchen, ändert sich das Briefing in seiner Art, aber nicht in seiner Substanz: Die beiden Taucher müssen zumindest das Programm, die Sicherheits- und Ernstfallmaßnahmen sowie die Signale vereinbaren.
 
Buddy Leine Unter besonderen Umständen kann eine Leinenverbindung zwischen zwei Tauchpartnern zweckmäßig sein (z.B. sehr schlechte Sicht). Die ca. 1 m lange, reißfeste Leine muß an beiden Enden mit einer nicht zuziehenden Schlaufe versehen sein.
 
  

top


  C

Caissonkrankheit Dekompressionskrankheit durch Ausperlen von gelöstem Stickstoff im Körper, siehe ->Dekompressionskrankheit.
 
CEDIP Abkürzung für European Committee of Professional Diving Instructors. Adresse: 62, avenue des Pins du Cap, F-06160 Antibes - Juan les Pins/Frankreich, Tel. +33-93-614545, Fax +33-93-673493; CEDIP ist der Zusammenschluß einer Reihe mittelgroßer europäischer Tauchlehrerorganisationen, die sich auf die volle Anerkennung und gegenseitige Respektierung ihrer Brevets geeinigt haben. In Deutschland ist der ->VDST der nationale cedip-Mitgliedsverband.
 
Charles-Gesetz Das Volumen eines Gases ist der absoluten Temperatur proportional, solange der Druck nicht verändert wird.
 
Chokes Störungen der Atmung, die sich durch einen brennenden Schmerz hinter dem Brustbein bemerkbar machen, der in der Tauchersprache als "Chokes" (to choke=ersticken) bezeichnet wird.
 
CMAS Abkürzung für Confédération Mondial des Activités Subaquatiques. Adresse: Viale Tiziano, 74, I-00196 Roma/Italien, Tel. +39-6-36858480, Fax +39-6-36858490; Die CMAS ist ein Welttauchsportverband und nicht gewerblich orientiert. In Deutschland ist der VDST der nationale CMAS-Mitgliedsverband.
 
Cousteau Jaques-Yves und Emile Gagnan kombinierten Preßluftflaschen mit einem Regulator, der den Taucher automatisch auch unter Wasser mit Luft unter dem richtigen Druck versorgte: Der sogenannte ->Lungenautomat (=Atemregler) war erfunden.
 
  

top


  D

Dalton Das Gesetz von Dalton besagt: Der Gesamtdruck eines Gases ist die Summe der Teildrücke seiner Bestandteile.
 
DAN DAN ist die Abkürzung für die Taucher-Rettungsorganisation Divers Alert Network.
 
DCS Decompression Sickness, siehe ->Dekompressionskrankheit.
 
Dehydration Entwässerung, Flüssigkeitsverlust (auch: Dehydratation). Flüssigkeitsmangel beim Tauchen fördert nicht nur das Auftreten eines Dekompressionsunfalls, sondern beeinflußt auch dessen Verlauf negativ.
 
Dekoleine Eien Dekoleine ist als Zusatzausrüstung eines Bootes zu empfehlen (6 m Tampen mit Endgewicht).
 
Dekompression Gase lösen sich in Flüssigkeit. Bei Atmosphärendruck sind in einem menschlichen Körper (75 kg) ca. 1,2 bar l Stickstoff gelöst. Nach einem längeren Tauchgang in 30-40 m sind durchaus noch 1-2 bar l dazu gekommen. Läßt beim Aufstieg der Druck langsam nach, wird die überschüssige Menge in umgekehrter Weise, wie sie in den Körper gelangt ist, nämlich über Blutkreislauf und Lunge, wieder ausgeschieden. Bei zu raschem Aufstieg kann jedoch der Blutkreislauf die freiwerdende Menge nicht mehr schnell genug zur Lunge transportieren. Dann bilden sich im Blut und in Körpergeweben Gasbläsche. Diese N2-Bläschen selbst und an deren Oberfläche gebildetes Blutgerinnsel können Adern in lebenswichtigen Orgen verstopfen und so ->Dekompressionskrankheiten auslösen. Diese Risiken werden fast vollständig vermieden, wenn 1. oberhalb 25 m Tiefe - auch zwischen Austauchstufen - nie schneller als mit 10 m/min aufgestiegen wird und 2. die ->Austauchpausen, ->Austauchstufen und die Anwendungsvorschriften der ->Dekompressionstabellen streng beachtet werden.
 
Dekompressions Krankheit (Caissonkrankheit, Druckfallkrankheit) Ursache ist der ausperlende Stickstoff, der entsteht, wenn bei Tauchgängen die Nullzeit überschritten und die erforderlichen Dekompressionsstops in den entsprechenden Tiefen nicht eingehalten werden (der erhöhte Druck, dem der Taucher während des Tauchgangs unterliegt). In besonders gelagerten Fällen kann es auch zu Dekounfällen bei Tauchgängen innerhalb der Nullzeit kommen, aber diese Fälle sind sehr seltene Ausnahmen. Ursachen: z.B. Kälte, individuelle Faktoren, Durchblutungsstörungen durch zu enge Bänder am Messer oder an den Instrumenten.
 
Dekompressions Computer Neben der möglichen Verkürzung von Dekompressionszeiten lassen sich mit Hilfe einer übersichtlichen Digitalanzeige eines Tauchcomputers die bei der Verwendung von ->Dekompressionstabellen in der Praxis häufig vorkommenden Rechenfehler vermeiden. Die in den Dekompressionstabellen angegebenen ->Austauchstufen (=Deko-Stufen) werden mit Hilfe von speziellen Verfahren (sog. Alogrithmen) berechnet, die die N2-Sättigung und -Entsättigung in den verschiedenen Geweben nachvollziehen. Mit einem solchen, auch den Dekompressionstabellen zugrundeliegenden Verfahren gerechnet ein Tauchcomputer in sehr kurzen Zeitabständen immer wieder die aktuelle N2-Sättigung verschiedener "Modell"-Gewebe mit verschiedenen Sättigungshalbwertszeiten unter Berücksichtigung des aktuellen Drucks und der Zeit. Neben diesen beiden Grundinformationen berücksichtigen einige Computer auch die Wassertemperatur für die Abschätzung der N2-Sättigung und -Entsättigung im Unterhautfettgewebe. Manche Computer bieten die Möglichkeit, zur berechnteten N2-Sättigungssituation pauschale Sicherheitszuschläge zu machen. Nach Aufbereitung der verschiedenen Eingangssignale werden die Informatioen der Recheneinheit zugeführt. Unter Berücksichtigung der gespeicherten aktuellen N2-Sättigung der verschiedenen Gewebe wird die N2-Sättigung mit Hilfe der aktuellen Werte korrigiert und wieder abgespeichert. Aufgrund der momentanen Gewebesättigung wird in der Regel ein Dekompressionsplan errechnet und angezeigt. Auf dem Display erscheinen dann die verbleibende ->Nullzeit oder die insgesamt erforderliche Dekompressionszeit sowie Tiefe und Dauer des ersten erforderlichen Dekompressionsstopps. Viele Computer verfügen über akustische und/oder optische Anzeigen der Aufstiegsgeschwindigkeit mit Alarmierung bei einer deutlichen Überschreitung des vom Computer maximal tolerierten Aufstiegstempo. Nur wenige Computer verfügen bisher über die Möglichkeit, das ->Atemminutenvolumen zu berechnen, anhand dessen die Herzkreislaufbelastung zu schätzen und dies in die Berechnung der Stickstoffsättigung einfließen zu lassen (siehe auch ->Tauchcomputer).
 
Dekompressionsmeter Dekompresionsmeter simuliert die Sättigung der Körpergewebe mit Stickstoff während eines Tauchgangs und zeigt an, ob und in welchen Tiefen Dekompressionspausen eingehalten werden müssen. Dabei berücksichtigt das Dekometer im Gegensatz zur Dekompressionstabelle den wechselnden Aufenthalt in unterschiedlichen Tiefen. Pneumatische Dekometer sind in ihrer Verwendung eingeschränkt beim Bergseetauchen, bei Wiederholungstauchgängen und in kurzen, tiefen Tauchgängen. Elektronische Dekompressiometer, sogenannte Decomputer, führen mit Hilfe vom Mikroprozessoren eine ständige Analyse des Tauchgangprofils durch. Sie errechnen und zeigen daraus ein optimales Dekompressionsprogramm an. Im Gegensatz zu den pneumatischen Dekometern, die lediglich ein mittleres Körpergewebe simulieren, berücksichtigen die Decomputer bis zu 16 verschiedene Gewebe. Sie sind außerdem verwendbar für Wiederholungstauchgänge und Bergseen. Bei der Verwendung dieser Geräte muß man sich darüber im klaren sein, dass hier das kürzest mögliche Austauchprogramm errechnet wird und keinerlei Toleranzen mehr vorhanden sind.
 
Dekompressionstabellen Die zur Zeit international gebräuchlichen Dekompressionstabellen (Bühlmann/Hahn, Comex, DECO '92, NAUI, PADI, YMCA, BS-AC usw.) verfügen alle über ein vergleichbar hohes Sicherheitsniveau, wenn man sich an die für die einzelnen Tabellen zum Teil unterschiedlichen Rahmenbedingungen hält. Die Tabelle sollte übersichtlich und gut ablesbar sein. Sie soll unzerbrechlich und so beschaffen sein, dass sie beim Tauchen mitgeführt werden kann. Faktoren für die Anwendung von Deko-Tabellen sind:  Körperliche Fitneß  Verhalten vor dem Tauchgang  Umgebungsbedingungen  Maximale Tiefe  Tauchzeit  Tauchprofil  UW-Arbeit  Aufstiegsgeschwindigkeit  Verhalten während / nach Deko  Oberflächenpause  Komplette Entsättigung
 
Denaturierung Zerstörung der Eiweißstruktur.
 
Diastole Herzzyklus, in der sich die Kammern mit Blut füllen.
 
DIWA Abkürzung für Diving Instructor World Association. Gewerbliche Tauchlehrerorganisation mit rund 580 Tauchlehrern. DIWA ist die einzige Organsiation, die die IHK Ausland, sprich AHK Lic.Instructor Patent examiniert. Adressen: DIWA DIVING INSTRUCTOR WORLD ASSOCIATION Aptdo 137, 5000 Liberi Gte, Costa Rica, Centralamerica Phone/Fax: 00506 666 1972, E-Mail: diwaintl@sol.racsa.co.cr, Internet: www.diwa.net Europa: DIWA Coordinations Office Dillstr. 15, Eichstetten a.K, Tel. 0049 7663 99126, e-mail: diwaeuro@aol.com
 
Druckausgleich Zuhalten der Nase und Pressen von Luft durch die Ohrtuben ins Mittelohr.
 
Druckluftflasche muß der Druckbehälterverordnung und mehreren DIN-Normen entsprechen. Sie müssen für einen Fülldruck von mindestens 200 bar zugelassen sein. Die Taucherweste muß eine Druckluftflasche besitzen. Sie dient zum raschen Füllen der Weste im Notfall. Die Flasche besteht entweder aus Stahl oder Aluminium mit mindestens 0,5 l Volumen. Sie muß vom TÜV abgenommen sein und ein bauartzugelassenes Ventil besitzen. Am Anschlußstück zur Weste soll sich ein Rückschlagventil befinden, das das Eindringen von Wasser in die leere Westenflasche verhindert.
 
Druckzunahme im Wasser ist 1 bar pro 10 m Wassertiefe (Annahme zur Vereinfachung der Berechnungen).
 
  

top


  E

Eistauchen Eistauchgänge sind Extremtauchgänge und unterliegen besonderer Voraussetzungen sowie besonderer Ausrüstung, Vorbereitung und Durchführung. Voraussetzungen: Nur sehr erfahrene Taucher, nur 2 Taucher im Wasser. Nur sehr erfahrene Taucher, nur 2 Taucher im Wasser. Nur bekannte Gewässer, bei festem Eis. Nur bei hellem Tageslicht. Liste mit notwendigen Telefonnummern und Adressen erstellen. Gelegenheit zum Aufwärmen schaffen.
 
Embolie Verstopfung von Blutgefäßen.
 
Entsättigung Die N2-Entsättigung der einzelnen Körpergewebe bei sinkendem ->Umgebungsdruck erfolgt analog zur vorherigen ->Sättigung. Auch hier reagieren gut durchblutete Gewebe mit einer schnelleren Anpassung an den aktuellen Umgebungsdruck. Schlecht durchblutete Gewebe haben noch eine gewisse Zeit lang einen N2-Teildruck, der über dem aktuellen N2-Teildruck der Umgebungsluft liegt. Aufgrund der Austauschfläche zwischen Lunge und Blut stellt sich im arteriellen Blut sehr schnell der aktuelle N2-Teildruck ein. Während der Durchblutung der verschiedenen Gewebe wird entsprechend dem Konzentrationsgefälle so lange N2 in das Blut abgegeben, bis hier wieder ein Fließgleichgewicht auf dem ursprünglichen Niveau vor Beginn des Tauchgangs erreicht ist. Bis zu diesem Zeitpunkt wird das überschüssige N2 über das venöse Gefäßsystem zur Lunge transportiert und dort abgeatmet. Wie die Sättigung der Gewebe, so erfolgt auch die Entsättigung exponentiell, d.h. in den Geweben wird noch für ca. 5 Halbwertszeiten ein erhöhter N2-Teildruck bestehen.
 
Erfrierung kommt oft mit der allgemeinen Hypothermie. Kälte kann sich mit erschreckender Geschwindigkeit örtlich auswirken. Schon Wassertemperaturen von +15 bis +10 °C können bei längerem Aufenthalt Erfrierungen der Finger und Zehen hervorrufen (sog. "Naßfrierung").
 
Erste Stufe Der erste Schritt der Druckminderung geschieht - wie der Name andeutet - in der Ersten Stufe des ->Atemreglers. Da sie einen hohen Druck aushalten muß, wird die Erste Stufe aus schwerem, verchromtem und meerwasserbeständigem Messing hergestellt, mit Innenteilen aus nichtrostendem Stahl und gleichmäßig angerauhtem Material. Sie kann entweder mit einem INT-Bügelanschluß oder mit einem DIN-Schraubanschluß am Flaschenventil angebracht werden. Für beide Anschlüsse gibt es Adapter, um sie bei dem jeweils anderen System einzusetzen. Die Erste Stufe ist so konstruiert, dass sie sich öffnet, sobald ein Druck erreicht ist, der 9 bis 11,5 bar über dem ->Umgebungsdruck liegt. Diese Differenz ist der Mitteldruck, der sich bis zur ->Zweiten Stufe fortsetzt. Erste Stufen, die diesen Druck auch unter hoher Arbeitsleistung, abnehmendem Flaschendruck und zunehmender ->Tauchtiefe beibehalten können, werden als Hochleistungs-Atemregler bezeichnet. Selbstverständlich muß die Erste Stufe in der Lage sein, den gegebenen Umgebungsdruck zu erkennen. Es gibt zwei Möglichkeiten der Druckmessung und zwar mittels eines Kolbens oder einer Membrane. Die meisten Ersten Stufen haben heutzutage einen kompensierten Ventilmechanismus. Ohne ins Detail zu gehen, kann man sagen, dass ein kompensierter Mechanismus eine größere ->Luftlieferleistung, leichteres Atmen und geringere Funktionsbeeinträchtigung durch den abnehmenden Flaschendruck ermöglicht. Die Luft verläßt die Erste Stufe durch mehrere Abgänge. Grundsätzlich gibt es zwei Typen: ->Hochdruckabgänge und ->Mitteldruckabgänge. Hochdruckabgänge haben in der Regel größere Mündungen als Mitteldruckabgänge. Ein versehentlich falsches Anbringen der Schläuche ist also unwahrscheinlich, bei älteren Atemreglern aber möglich. Der Abgang, der für die Zweite Stufe des Atemreglers gedacht ist, hat manchmal eine besondere Größe oder einen besonderen Anschluß. Die Anzahl und Position der Abgänge kann von System zu System variieren. Bei vielen Ersten Stufen sitzen die Abgänge auf einem Drehring, so dass ein bequemes Positionieren der Schläuche möglich ist. Der innere Durchmesser eines Schlauches kann einen großen Einfluß auf den Luftstrom haben. Aus diesem Grund haben besonders die Mitteldruckschläuche meistens einen großen inneren Durchmesser. Sie sind auch sehr flexibel, so dass sie den Taucher nicht behindern, wenn er seinen Kopf bewegt.
 
Esslouffement franz. = außer Atem geraten) Kohlendioxidvergiftung, deren eigentliche Ursache eine Ermüdung der Atemmuskulatur ist. Mit zunehmender Tauchtiefe und wachsendem Umgebungsdruck steigt auch die Dichte der Atemluft, so dass Turbulenzen entstehen. Der Atemwiderstand steigt an, und die Atemmuskulatur wird stärker belastet. Als Folge treten Ermü,dungserscheinungen auf, die Atmung wird flacher und schneller. Dabei verschiebt sich die Atmung in den Bereich der inspiratorischen Reserve, also den Bereich, der zwischen normaler und tiefer Atmung liegt. Durch die hechelnde Atmung ist die Sauerstoffaufnahme reduziert, und gleichzeitig steigt die CO2-Konzentration im Blut an. Es kommt zu Vergiftungserscheinungen: Kopfschmerzen, Lufthunger, später Schwindel, Übelkeit und Bewußtseinstrübungen, zuletzt Bewußtlosigkeit. Der Betroffene ist in solchen Gefahrenlagen auf die richtige Reaktion seines Tauchpartners angewiesen, da er selbst meist eine Bewußtseinstrübung hat. Symptome: Übertriebene Hektik, flache, schnelle Atmung und Luftnot. Stellt man solchle Symptome fest, sollte mit dem Partner sofort höher getaucht werden um den Atemwiderstand zu senken. Neben Erkennen der Symptomatik und des entsprechenden Unterwasserzeichens bleiben ausreichendes Training und das Beherrschen der richtigen Atemtechnik die beste Methode, mit den erhöhten Atemwiderständen zurechtzukommen.
 
Eustachische Röhre Ohrtube
 
  

top


  F

Finimeter Druckmesser für Flaschendruck
 
Flachwasserberwußtlosigkeit wird durch Absinken des Sauerstoff-Partialdruckes beim Erreichen einer geringeren Wassertiefe ausgelöst.
 
Fliegen  Wegen des geringeren Umgebungsdruckes beim Fliegen muß die Zeitspanne zwischen dem letzten Tauchgang und dem Start des Flugzeuges so bemessen sein, dass keine Dekompressionsschäden auftreten können (->Dekotabelle). Diese Gefahr besteht auch bei Paßfahrten nach dem Tauchen.
 
Flossen Größe und Härte des Blattes (und damit die auftretenden Kräfte) sollten der Konstitution es Benutzers angepaßt sein. Die Flosse soll durch Leitlinien (verstärkte Kanten, Düsen o.ä.) eine ausreichende Richtungsstabilität besitzen. Das Flossenblatt soll leicht nach unten abgewinkelt sein; Flossen mit Fersenband sollten nur in Verbindung mit Füßlingen getragen werden.
 
Füßling bzw. Taucherstiefel aus 5 bis 7 mm ->Neopren sollten mit einer stabilen Laufsohle zum Schutz gegen Verletzungen versehen sein.
 
  

top


  G

Gay Lussac Das Gesetz von Gay-Lussac besagt: Bei konstantem Volumen wächst der Druck einer gegebenen Gasmenge im gleichen Verhältnis wie die absolute Temperatur T.
 
Gesamtlungenvolumen Ein gesunder Taucher hat ein Gesamtlungenvolumem (Totalkapazität) von etwa 6 l. In total ausgeatmetem Zustand bleibt bei diesem Taucher ein Restvolumen in der Lunge, Luftröhre und Hals-, Nasen-, Rachenraum. Dieses Restvolumen (Residualvolumen) beträgt etwa 1,3 l.
 
Glasauge Besonderer Berücksichtigung bedürfen Augenprothesen beim Tauchen. Sofern diese aus Glas hergestellt sind, sind sie normalerweise innen hohl und unterliegen damit dem ->Boyle-Mariotteschen Gesetz. In der Literatur ist ein Fall beschrieben, bei dem ein Glasauge in der Tiefe implodierte. Taucher sollten deshalb nur Silikonprothesen verwenden.
 
Grundsatz des Tauchens Niemals alleine Tauchen!
 
Grundzeit als Begriff auf der Dekompressionstabelle ist der Zeitraum vom Verlassen der Wasseroberfläche beim ->Abtauchen bis zum Beginn des ->Austauchens.
 
  

top


  H

Harpunieren Seit Jahren richten sich die Taucher des ->VDST gegen den massiven Eingriff in die Lebensgemeinschaft der Küstenfische durch die extensive Unterwasserjagd. Ähnlich negativen Einfluß hat das Sammeln von Meeresorganismen wie z.B. Korallen und Schnecken. Taucher des VDST sollten daher Harpunieren und Absammeln von Meerestieren sowie das Anfüttern von Fischen mit den Kadavern vor Ort getöteter Tiere (z.B. Seeigel) unterlassen und in Gesprächen auf andere Taucher überzeugend einwirken, sich dieser Verhaltensweise anzuschließen. Nur so kann sichergestellt werden, dass wir unsere Tauchplätze als "Gärten unter Wasser" beim nächsten Tauchgang im gleichen unberührten Zustand vorfinden.
 
Hautemphysem Erfolgt ein peripherer Riß an der zur Thoraxmitte hin gelegenen Seite der Lunge, wird die Luft entlang den anatomischen Strukturen, die hier verlaufen (Luft-, Speiseröhre, großeGefäße), in die Halsregionen aufsteigen, sich hier ansammeln und als knisternde Luftansammlung (Blähhals=Hautemphysem) fühlbar sein.
 
HBO Hyperbare Oxydation; Sauerstoffbehandlung unter Druck.
 
Henry Das Gesetz von Henry (Gase in Flüssigkeiten) besagt: Bei konstanter Temperatur steht die Menge des in der Flüssigkeit gelösten Gases im Sättigungszustand in direktem Verhältnis zum Druck des über der Flüssigkeit stehenden Gases.
 
Herz-Lungen-Wiederbelebung HLW Erste-Hilfe-Kurs, bei dem die Wiederbelebung eines Verunfallten mit Herz- und Kreislaufstillstand trainiert wird.
 
Herzleistung nter Ruhebedingungen schlägt das Herz 60-80 mal pro Minute und wirft dabei ca. 70 ml Blut pro Herzschlag (Kontraktion) aus. Das Herzminutenvolumen beträgt in Ruhe ca. 5 l und entspricht damit rechnerisch dem gesamten Blutvolumen. Bei Belastung wird durch vermehrten Rückstrom des Blutes zum Herzen ein größerer Füllungszustand und damit ein größeres Auswurfvolumen erreicht. Sollte dies nicht ausreichen, steigt zusätzlich die Herzfrequenz an. Bei einem gut trainierten Sportler ist deshalb bei gleicher Belastung der Puls niedrieger als bei einem untrainierten.
 
Herzmassage Wichtig ist dabei die Lagerung des Verunfallten. Liegt der Kopf auch nur ein wenig (2 cm) über dem Herzniveau, ist selbst während einer richtig durchgeführten äußeren Herzmassage die Durchblutung des Gehirns durch die Schwerkraft vermindert oder gar komplett unterbunden.
 
Hitzekollaps Ursache ist ein akuter Blutdruckabfall mit kurzfristiger Bewußtlosigkeit durch Verlagerung des Blutvolumens in das Randgebiet des Körpers, denn der Körper versucht über die weitgestellten Hautgefäße ->Wärme abzugeben. Dadurch kommt es zu einer Mangeldurchblutung des Gehirns. Symptome:  prallgefüllte Hautgefäße, wodurch die Haut gerötet und schweißbedeckt ist,  subjektive Schwindel, Sehstörungen, Ohrensausen, Puls- und Atembeschleunigung,  Kreislaufversagen. Therapie:  Lagerung in kühler Umgebung evtl. Kühlung der Haut,  kreislaufstabilisierende Maßnahmen (Flüssigkeitszufuhr, Schocklagerung),  ärztliche Behandlung. Vorbeugung:  keine übermäßigen körperlichen Anstrengungen bei hohen Temperaturen,  Vermeidung langandauernder Hitzeeinwirkung.
 
Hitzekrämpfe Ursache ist ein hoher Flüssigkeits- und Salzverlust durch starkes Schwitzen. Durch den Salzverlust, vor allem Kochsalz, wird der Mechanismus der Muskelkontraktion bzw. -erregbarkeit beeinflußt. Symptome:  Muskelzuckungen, später Muskelkrämpfe,  evtl. Bewußtlosigkeit. Therapie:  Ausgleich des Flüssigkeitsdefizits und Ersatz des Salzverlustes durch Zufuhr von Kochsalzlösung (1 Teelöffel Kochsalz auf 1 Glas Wasser).  Lagerung in kühler Umgebung,  bei Bewußtlosigkeit stabile Seitenlage,  nach Erstversorgung ärztliche Behandlung Vorbeugung:  Bei starker körperlicher Belastung und hohen Temperaturen frühzeitiger Ersatz von Flüssigkeit und Salzen.
 
Hitzeschlag die Voraussetzung für einen Hitzeschlag ist eine Verminderung der ->Wärmeabgabe, z. B. durch den Tauchanzug bei großer Wärmezufuhr von außen und Wärmeproduktion durch Arbeit. Auch hohe Luftfeuchtigkeit kann maßgeblich sein.
 
Hochdruckabgänge Ein Hochdruckabgang liefert Luft unter dem gleichen Druck, wie er in der Flasche herrscht. Schläuche, die an solchen Abgängen angeschlossen sind, führen zum ->UW-Manometer=Finimeter, zum luftintegrierten Computer oder dessen Sender. Auf diesem Weg erhält der Taucher Informationen darüber, wieviel Luft sich noch in der Flasche befindet.
 
Hyperkapnie Erhöhung des Kohlendioxidgehaltes im Blut.
 
Hyperoxie Erhöhung des Sauerstoffgehaltes in Atemluft und Blut.
 
Hyperthermie (Überwärmung) Solange Wärmeentstehung und ->Wärmeabgabe gleich groß sind, tritt keine Änderung der Körpertemperatur ein. Ist die Wärmeproduktion jedoch größer als die Wärmeabgabe, so muß die Körpertemperatur ansteigen. Bei erhöhten Temperaturen laufen Stoffwechselvorgänge schneller ab. Die gestörte Wärmeabgabe führt also zu höheren Temperaturen, diese wiederum zu schnelleren Verbrennungsvorgängen und damit zu einer zusätzlichen Wärmeentwicklung. Dieser Prozeß kann nur durchbrochen werden, wenn es gelingt, die Wärmeabgabe zu steigern bzw. zu normalisieren. Unter Hitzebedingungen bleibt die Verdunstung das wichtigste Mittel zur Konstanterhaltung der Körpertemperatur. Bei hoher Luftfeuchtigkeit kann diese Möglichkeit jedoch entfallen. Die Belastung für den Organismus ist also nicht nur von der Temperatur, sondern auch in wesentlichem Maße von der Luftfeuchtigkeit abhängig. Die Temperatur von 100 °C bei einer Luftfeuchtigkeit von 5% ist z.B. für den Organismus genauso belastend wie eine Temperatur von 45 °C bei einer Luftfeuchtigkeit von 95%. Die Unverträglichkeit des Tropenklimas wird also nicht allein von den erhöhten Umgebungstemperaturen, sondern auch von der Luftfeuchtigkeit mitbestimmt. Die meisten Hitzeschäden treten auf, wenn ungünstige Umweltbedingungen mit einer gesteigerten Wärmeproduktion, z.B. durch körperliche Arbeit, kombiniert sind.
 
Hyperventilation darunter versteht man bewußtes oder unbewußtes, tiefes und schnelles Überatmen ohne Bedarf (z.B. durch Angst, Kälte usw.). Nach einer körperlichen Anstrengung ist die Atmung schnell und tief, um das entstandene Sauerstoffdefizit wieder auszugleichen. Der Sporttaucher wendet die Hyperventilation an, um die Apnoephase zu verlängern. Diese Verlängerung kommt aber nicht dadurch zustande, dass vermehrt Sauerstoff aufgenommen wird, sondern dass vermehrt Kohlendioxid über die Lunge abgeatmet wird.
 
Hypokapnie Erniedrigung des Kohlendioxidgehaltes im Blut.
 
Hypothermie (Kälteeinflüsse) Die aktive Kälteabwehr beginnt dann, wenn die ->Thermorezeptoren der Haut ein Temperaturgefälle an der Körperoberfläche an das Wärmezentrum im Gehirn weitermelden, das dazu fühen könnte, dass die Kerntemperatur unter den Sollwert absinkt. Im Wasser herrscht schon in wenigen Metern Tiefe eine deutlich geringere Temperatur als an der Wasseroberfläche, so dass es schnell zu einer Unterkühlung des Tauchers kommen kann. Beim Aufenthalt eines unbekleideten Menschen in Luft von +1 °C beträgt seine Rektaltemperatur nach 4 Stunden noch 36 °C. Im Wasser von +1 °C dagegen sinkt die Temperatur schon nach einer Stunde auf 25 °C ab. Um eine entsprechende Temperatursenkung auf 25 °C zu erreichen muß sich ein Mensch schon 14 Stunden in einer Lufttemperatur von -6 °C aufhalten. Bei einem Aufenthalt im Wasser von +21 °C wird dem Mensch jedoch 4 bis 5 mal soviel ->Wärme entzogen wie in der Luft. Da aber eine Steigerung der Stoffwechselvorgänge über das 4 bis 5fache nicht möglich ist, müssen Wassertemperaturen unterhalb 21 °C zum Absinken der Kerntemperaturen führen. Generell ist zu bedenken, dass bei unterkühlten Tauchern die Entsättigung der Gewebe von Stickstoff infolge der verminderten Durchblutung verzögert ist, so dass trotz Einhaltens der Werte aus der Austauchtabelle ein stärkeres Risiko für die ->Dekompressionskrankheit vorliegt. Siehe auch ->Unterkühlung.
 
Hypoxie Mangel an Sauerstoff im Gewebe infolge einer reflektorischen, flachen Atmung bedingt durch Schmerzen beim Atmen.
 
Hämoglobin Roter Blutfarbstoff.
 
Hämolyse Wenn bei einem Übertritt des Wassers in den Lungenkreislauf und in die roten Blutzellen, diese aufquellen bis zur Kugelform und sogar zerplatzen können (Austritt von Hämoglobin aus den roten Blutkörperchen).
 
Höhlentauchen gehört zur Höhlenforschung. Höhlenforscherpraxis, Kenntnisse der Höhlenentstehung und -entwässerung sind unbedingte Voraussetzungen.
 
  

top


  I

IDD Abkürzung für Instructor Dive Development. Adresse: Wallgrabenstr. 10 D-68789 St. Leon Tel. +49-6227-50556 IDD ist eine niederländische gewerbliche Tauchorganisation, die außer im eigenen Land, wo sie eine beträchtliche Rolle spielt, noch in Belgien, Costa Rica, Curaçao, Deutschland, Griechenland, Kuba, Malta, Mexiko, Spanien und Zypern mit insgesamt ca. 80 Tauchbasen und -schulen vertreten ist. Die Ausbildung lehnt sich in der Konzeption an die US-amerikanischen Tauchorganisationen an. Mittels ->Crossover werden die Brevets anderer Organisationen respektiert (bis zum Instructor).
 
Inertgas Gas, das beim Atmen nicht ge- oder verbraucht wird. In der Chemie werden Gase dann als inert bezeichnet, wenn sie keine chemische Reaktionen mit anderen Substanzen eingehen. Im chemischen Sinn sind dies daher nur die Edelgase. Heute können allerdings selbst die Edelgase in der modernen Chemie zu reaktiven Verbindungen mit anderen Substanzen gebracht werden. Die Mediziner sehen das nicht ganz so streng wie die Chemiker: Hier gilt ein Gas schon als inert, wenn es keine chemischen oder biochemischen Reaktionen im Körper eingeht, siehe auch -> Tiefenrausch.
 
Inflator erlaubt das Aufblasen der Taucherweste aus dem Luftvorrat des ->PTG. Anschluß meist an den Mitteldruckabgang (LP) des ->Atemreglers.
 
Inflatorschlauch muß mit einer einhandbedienbaren Schnellkupplung mit der Weste verbunden werden können, die auch unter Druck lösbar ist. Die einströmende Luftmenge muß so gut dosierbar sein, dass es unbeabsichtigt nicht zu einem ->Notaufstieg kommen kann.
 
Innenohr Das Innenohr besteht aus einem mit Flüssigkeit (Endolymphe) gefüllten Rohrsystem (Labyrinth), das sich in die Gehörschnecke und in die in den 3 Richtungen des Raumes verlaufenden Bogengängen aufgliedert. In den Bogengängen ist der Gleichgewichtssinn, in der Schnecke der Gehörsinn lokalisiert. Von hier führen Nerven (Nervus vestibularis von den Bogengängen und Nervus acusticus von der Gehörschnecke), die sich bald zum Hörnerv (Nervus statoacusticus) vereinigen, direkt zum Hör- und Gleichgewichtszentrum des Gehirns. Eingebettet ist das Labyrinth in den härtesten Teil des Schläfenbeins, das sog. Felsenbein. Neben dem ovalen Fenster besteht über die Membran des runden Fensters eine Verbindung zum Mittelohr und somit die Möglichkeit, hier die eingetretene Druckwelle wieder zu entlasten.
 
  

top


  J

Jackets sind die neuere Generation von Tarier-, Schwimm- und Bergungshilfen. Sie bieten ein hohes Maß an Bedienungskomfort, besonders, wenn sie mit einem ->Inflatoranschluß versehen sind. Auch Jackets müssen eine ->Druckluftflasche besitzen. Es gibt 3 verschiedene Konzepte von Jackets: 1. Stabilizing-Jackets: Erkennungsmerkmal der klassichen Stablizing-Jackets ist die "umlaufende Luftblase". Diese Jackets sind so konstruiert, dass auch im Brust- und Schulterbereich, je nach Lage und Füllgrad, Luft und damit ->Auftrieb vorhanden ist. Sie zeichnen sich vorallem durch großes Volumen aus und bieten damit einiges an Sicherheitsreserven, sollte dringend etwas an die Wasseroberfläche zu befördern sein. Die Paßform ist meistens nicht so toll, außer eine Innenbebänderung ist integriert. Der Taucher hat in diesem Jacket die beste Postion an der Wasseroberfläche und unter Wasser machen sie dank der umlaufenden Luftblase noch in jeder Schwimmlage eine gute Figur. Bestens geeignet für Taucher (sicherheitsbewußte Tauchlehrer und Vieltaucher), die längere Aufenthalte an der Oberfläche einplanen müssen. Die Tarierhilfe wirkt hier fast wie ein Kissen. Außerdem bietet die rundum laufende Luftblase ebenfalls reichlich ->Auftrieb. 2. ADV-Jackets: Sie sind die kleinsten und damit auch die reisefreundlichsten Jackets. Einschalig, mit bester Paßform und passablem Auftriebsvolumen vereinigt das ADV-Konzept die meisten Vorteile in sich. Als erstes brachte die Firma SeaQuest diese Art von Jackets auf den Markt. Sie hatte einfach die herkömmlichen Stablizing-Jackets dadurch verändert, dass der Auftriebskörper im Bereich des Schlüsselbeins durch einen Schnellverschluß unterbrochen wird. Dieser kann durch seinen von unter in einer Schlaufe geführten Gurt das Jacket nahezu beliebig verlängern, bzw. verkürzen. So deckt es verschiedene Körpergrößen ab. Weiter Vorteile: Preiswert, mit viel Größenspielraum für alle möglichen "Körperformen" und leicht an- und auszuziehen. Geringes ->Auftriebsvolumen ist der Preis für dieses Konzept. Unter Wasser "blubbern" sie manchmal gewaltig, wenn man sich umdreht. Bestens geeignet für Einsteiger, Urlaubs- und Freizeitaucher. Mit diesen Jackets läßt sich sehr komfortabel und sicher tauchen. 3. WING-Jackets (auch Tek-Jackets genannt): Sie liefern den Auftrieb "en gros". Bedingt durch die Verlagerung des Auftriebskörpers nach hinten betten sie die Flasche ein. So liegt man unter Wasser gerade wie ein Brett in der Schwebehaltung. Führt man relativ viel Blei und damit auch viel Luft zur Tarierung mit sich, hat man seine Position bei diesem Jacketkonzept deutlich durch den starken Auf- und Abtrieb definiert. Man kann dann im Prinzip nur noch in dieser "geraden" Haltung schweben. Die meisten Hersteller versuchen dieses Manko mit Jackets, die im hinteren Bereich mit Bleitaschen ausgestattet sind, auszugleichen. Diese Bleitaschen sind zusätzlich im Rücken dicht neben der Flasche angebracht. So rückt der Drehpunkt zwischen Ab-und Auftrieb näher zusammen. Durch das reichliche Platzangebot auf der Frontseite vieler WING-Jackets ist Platz für ganze Reserve-Flaschenpaktete oder Film- und Fotoausrüstung. Obwohl sie die schlechteste Position an der Wasseroberfläche besitzen, bekommen sie im Einsatz mit viel Ausrüstung beste Haltungsnoten. Bestens geeignet für Extemtaucher, Höhlen- und Tieftaucher sowie extrem equipmentlastige UW-Foto- und Videografen.
 
Joule Thomson Effekt Wieso können ->Atemregler (=Lungenautomaten) überhaupt bei Temperaturen über 0 °C einfrieren? Auch wenn die Gesetze von ->Boyle und Mariotte sowie von ->Gay-Lussac dies ignorieren, üben Gasmoleküle schwache Anziehungskräfte aufeinander aus. Das führt bei sehr niedrigen Temperaturen sogar zum Aneinanderkleben der Moleküle, zur Kondensation als Flüssigkeit, die nach den obengenannten Gesetzen nicht eintreten dürfte. Unter hohem Druck, wenn sich die Moleküle erheblich näher kommen müssen, "hilft" diese Anziehungskraft dem Kompressor. Die überschüssige Energie tritt als zusätzliche Wärme auf. Wird das Gas später, nachdem es die Umgebungstemperatur angenommen hat, wieder entspannt, werden die Moleküle beim Auseinanderstreben durch die Anziehungskraft gebremst, das Gas kühlt sich ab. Entspannt man Luft von 200 bar auf 1 bar, kühlt sie sich um ca. 50 °C ab! Obwohl die Wärmezufuhr über die metallischen Bauteile des Druckminderes ("1.Stufe") eines Atemreglers diese Temperaturen erheblich mindert, sind Temperaturen unter 0 °C (Bildung von Eiskristallen) für die entnommene Luft kaum vermeidbar. Moderne Konstruktionen schließen durch Öl- oder Fettfüllungen den Zutritt von Wasser zu den kalten Bauteilen des Druckminderers aus, ohne die Druckübertragung zu behindern. Hohe Luftentnahmen, z.B. Füllen von Hebebojen oder übertriebene "Luftduschen" bei Wechselatmung erhöhen die Einfriergefahr. Die beste Vorbeugung ist ein kompletter Zweitautomat.
 
  

top


  K

Kapillare Die aus dem Herzen kommende Hauptschlagader teilt sich in ihrem Verlauf in immer kleiner werdende ->Arterien auf und mündet schließlich in sehr dünnen Gefäßen, die man als Haargefäße (Kapillaren) bezeichnet. Diese Gefäße sind nur noch von einer dünnen Epithelschicht umgeben, durch die der O2- bzw. CO2-Austausch und der Nährstofftransport entsprechend dem jeweiligen Konzentrationsgefälle zwischen Blut und Zelle erfolgt.
 
Kelvin Temperatur absolute Temperatur, Formelzeichen = T, Maßeinheit = K (Kelvin).
 
Knochen- Knorpelgewebe Diese Gewebe gehören zu den langsamsten Geweben, d.h. aufgrund der geringen Durchblutung (im Knorpelgewebe fehlen Gefäße) erfolgt die Auf- bzw. Entsättigung nur langsam, es ist ein sog. Langzeitgewebe.
 
Kohlendioxidvergiftung Kohlendioxid ist ein geruch- und geschmackloses Gas, das als Verbrennungsprodukt bei der vollständigen technischen und bei der biologischen Verbrennung anfällt. Für den Organismus stellt es den stärksten Atemreiz dar. Normalerweise enthält die Luft nur geringe Mengen von Kohlendioxid (ca. 0,03%). Bei unsachgemäßem Füllen steigt der CO2-Gehalt der Atemluft im ->PTG. Unter erhöhtem Umgebungsdruck kann jetzt die Giftigkeitsgrenze überschritten werden. Beim Atmen aus der Taucherweste wird der Sauerstoffvorrat der hierin abgeschlossenen Luftmenge mit jedem Atemzug verringert, und beim Ausatmen in die Taucherweste steigt der Kohlendioxidgehalt entsprechend. Bei dieser Pendelatmung werden schnell giftige Konzentrationen von Kohlendioxid erreicht. Eine oberflächliche Atmung mit Rückatmung der Ausatemluft aus dem überlangen Schnorchen (Totraumatmung) und eine verbrauchte oder defekte Atemkalkpatrone bei Sauerstoff-Tauchgeräten können ebenfalls zu einer Vergiftung führen. Anzeichen sind Lufthunger, Schweißausbrüche und Kopfschmerzen, Schwindelgefühl verbunden mit Übelkeit und Bewußtseinstrübungen mit allen Folgen unter Wasser. Beim Auftreten der Symptome ist der Tauchgang zu beenden, bei einem bewußtlosen Taucher ist eine Beatmung mit Sauerstoff durchzuführen.
 
Kohlenmonoxidvergiftung Kohlenmonoxid ist ein geruch-, farb- und geschmacksloses Gas, das die Schleimhäute nicht reizt und deshalb unbemerkt seine Giftwirkung entfalten kann. Es entsteht bei der Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Verbindungen (z.B. Benzin, Kohle, Holz) ohne ausreichende Sauerstoffzufuhr. Beim Tauchen kann diese Vergiftung auftreten, wenn das Tauchgerät mit kohlenmonoxidhaltiger Luft gefüllt wird. Dieser Fall kann dann eintreten, wenn Auspuffgase des (mit einem Verbrennungsmotor angetriebenen) ->Kompressors oder Luft von einer stark befahrenen Straße über den Luftschlauch angesaugt werden.
 
Kompressor Atemluftkompressoren dienen zum Füllen von Tauchgeräten. Bis vor einigen Jahren war der Besitz von Atemluft-Hochdruck-Kompressor-Anlagen aufgrund der hohen Anschaffungskosten das Privileg von Füllstationen oder Tauchshops. Seit diese Kompressoren nun aber für unter 6000 DM zu haben sind, können sich immer mehr Tauchclubs und Tauchergruppen einen eigenen Kompressor zulegen. Diese Geräte sind besonders nützlich im Zusammenhang mit Tauchexkursionen und Tauchtörns, da sie mittlerweile nur noch wenig Platz beanspruchen und mit zwischen 40 und 50 kg Gewicht auch relativ gut transportierbar sind. Der große Vorteil für die Taucher liegt in der Unabhängigkeit von möglicherweise weit entfernten Füllstationen. Kompressoren verdichten, wie der Name sagt, normale ->Atemluft auf Hochdrücke zwischen 200 und 300 bar. Als Antriebsaggregate stehen wahlweise Elektro-, Benzin- oder Dieselmotoren zur Verfügung. Der Verdichtungsvorgang erfolgt in 3 oder 4 Stufen, die hintereinander geschaltet sind. Bevor die Preßluft in die Tauchflasche gelangt, wird sie mittels Wasser-/Ölabscheider und Filter gereinigt. Beim Füllen muß auf regelmäßiges Ablassen des Kondensats geachtet werden. Die Filterpatrone wird in kurzen Intervallen getauscht, um die Reinheit und Geruchlosigkeit der Atemluft zu gewährleisten.
 
Kälte Tauchen bei Kälte erfordert den kompletten Kälteschutz aller Taucher mit dichtschließender, am besten angesetzter Kopfhaube sowie einen reichlichen Luftvorrat. Ein frierender Taucher reagiert schlecht, kann nicht zupacken, verbraucht wesentlich mehr Luft. Ein unterkühlter Taucher gefährdet alle. Bei Kältezittern eines Tauchers tritt die ganze Gruppe den Rückweg an. Zu Aufwärmen nach dem Tauchgang: Warme Getränke, keinen Alkohol.
 
  

top


  L

Lichtbrechung hängt damit zusammen, dass die Lichtgeschwindigkeit in der Luft ungeähr 1,33 mal so groß wie im Wasser ist. Bedingt durch die ->Brechung erscheinen Entfernungen unter Wasser auf 3/4 ihrer tatsächlichen Größe verkürzt, und Objekte erscheinen unter Wasser auf 4/3 ihrer wahren Abmessungen vergrößert.
 
Logbuch dient zur Kontrolle der Tauchgänge insgesamt und ihrer Daten.
 
Long John wenn die Hose des Naßtauchanzugs den Oberkörper mit umschließt.
 
Luftdruck an der Wasseroberfläche beträgt 1 bar, sofern sich das Tauchgeässer in Meereshöhe oder in einer Höhe bis 250 m darüber befindet.
 
Luftembolie wenn eine direkte Verbindung von Blut und Luft besteht (möglich beim Barotrauma der Lungen), können Luftbläschen in das Blutgefäßsystem übertreten und auf diesem Weg in lebenswichtige Organe (Gehirn, Herz) gelanden und dort Luftembolien auslösen.
 
Lungenautomat 2. Stufe des Atemreglers, in dem der Mitteldruck auf den jeweilig herrschenden Umgebungsdruck reduziert wird.
 
Lungenödem Wasseransammlung in der Lunge (z.B. beim Barotrauma der Lunge).
 
  

top


  M

Maske Ausblasen In der Tauchausbildung hat das Erlernen des Maske-Ausblasens vorrangige Bedeutung. Unbedingt anzustreben ist dabei die Entwicklung der Fähigkeit, die Maske automatisch (also ohne eine vorangehende Überlegung des technischen Ablaufes) und später mit einer Lungenfüllung 2-3mal ausblasen zu können.
 
Mediastinalemphysem Luftansammlung im Mittelfellraum.
 
Mitteldruckabgang liefert Luft unter einem reduzierten Druck. Schläuche, die an solchen Abgängen angschlossen sind, führen zu der ->Zweiten Stufe des Atemreglers, der Zweiten Stufe des Oktopus, dem ->Inflator des Jackets, den Inflatorventilen des Trockentauchanzuges, etc.
 
Mund zu Mund Beatmung hat sich bewährt in Notfallsituationen zum Beatmen der Lungen. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Nase verschlossen ist. Wichtig ist dabei, dass bei der Beatmung der Kopf nach rückwärts überstreckt gehalten wird. Bei der Durchführung der Beatmung muß auf die Effektivität der Maßnahme geachtet werden:  Beobachten, ob sich der Brustkorb hebt und senkt,  Fühlen oder hören, ob die eingeblasene Luft wieder entweicht.
 
Mund zu Nase Beatmung hat sich bewährt in Notfallsituationen zum Beatmen der Lungen. Hierbei ist darauf zu achten, dass der Mund luftdicht zugedrückt wird. Wichtig ist dabei, dass bei der Beatmung der Kopf nach rückwärts überstreckt gehalten wird. Bei der Durchführung der Beatmung muß auf die Effektivität der Maßnahme geachtet werden:  Beobachten, ob sich der Brustkorb hebt und senkt,  Fühlen oder hören, ob die eingeblasene Luft wieder entweicht.
 
Mundaufblasvorrichtung Vorrichtung jeder Taucherweste, die es dem Taucher erlaubt, die Weste mit dem Mund aufzublasen. Sie muß einhändig erreichbar und zum Mund führbar sein. Sie muß das Atmen aus der Taucherweste ausschließen.
 
Muskelgewebe Das Besondere des Muskelgewebes ist die belastungsabhängige Änderung der Durchblutung. Daraus folgt, dass sich die Halbsättigungszeiten bei Arbeit stark verkürzen. Deshalb ist grundsätzlich zu empfehlen, die Dekozeiten auf den entsprechenden ->Dekostufen schwimmend und nicht bewegungslos liegend zu verbringen.
 
  

top


  N

Nachttauchgang ist ein Beobachtungstauchgang und kein Tief-oder Langstreckentauchgang. Nachttauchgänge werden nur an bekannten, strömungsfreien oder strömungsgeschützten Tauchgründen und am besten bei Vollmond durchgeführt. Die Gruppen sollen aus erfahrenen Tauchern bestehen. In einer Gruppe (max. 3 Personen) darf nur ein Neuling mittauchen. Jeder führt eine Lampe und jede Gruppe zusätzlich eine Reservelampe oder einen Leuchtstab mit. Lichtsignale müssen vor dem Tauchgang abgesprochen werden. Vom Ufer: Die Einstiegsstelle ist mit einem Lichtsignal zu kennzeichnen. Fremde Lichtquellen sollten nicht genutzt werden, da sie nicht beeinflußbar sind. Vom Boot: Der Bootführer bleibt an Bord. Helles, weißes Rundumlicht setzen sowie einen Leuchtstab oder eine UW-Lampe ins Wasser hängen. Bei Nachttauchgängen im Meer sind vorschriftsmäßige Sichtzeichen zu führen. Ein Kompaß ist zu empfehlen, das gilt auch für längere Tagesturns mit dem Schiff. Achtung: Stahl lenkt die Kompaßnadel bei zu naher Lagerung ab.
 
NAUI Abkürzung für National Association of Underwater Instructors. Adresse: 4650 Arrow Highway, STE F-1 Montclair, CA 91763-1150/USA Tel. +1-909-621-5801 Fax +1-909-621-6405 NAUI wurde bereits 1960 in Kalifornien gegründet. Als Mitgliedsverband in einer Reihe US-amerikanischer Institutionen (u.a. ANSI, SDRG) ist der Verband eine große nichtkommerzielle Tauchorganisation in den USA und versucht seit einer Reihe von Jahren, auch außerhalb der Vereinigten Staaten Fuß zu fassen.
 
Naßtauchanzug besteht aus geblähtem Neopren, d.h. aus einem gummiähnlichen Material mit Gaseinschlüssen. Gase besitzen eine weitaus geringere Wärmeleitfähigkeit als Wassere, woraus die Wärmedämmwirkung des Naßtauchanzugs resultiert. Es gibt unterschiedliche Oberflächen (glatt, gerastert, nylon- oder lycrakaschiert). Die Dicke des Materials soll 3 bis 8 mm betragen. Für deutsche Gewässer sind 6 bis 7 mm empfehlenswert.
 
Nerven- Fettgewebe Trotz der großen Unterschiede (Nervengewebe ist gut durchblutet, aber sehr empfindlich gegenüber Sauerstoffmangel - Fettgewebe ist weniger durchblutet und relativ unempfindlich gegenüber Sauerstoffmangel) weisen beide wegen ihres hohen Fettgehaltes eine höhere Löslichkeit (ca. 5-fach) von Stickstoff auf als alle anderen Gewebe.
 
Nitrox Gemisch aus Stickstoff (Nitrogen) und Sauerstoff (Oxygen).
 
Notaufstieg = unkontrollierter Aufstieg. Es ist sicherer, bei einem Geräteausfall mit einem Zweitautomaten oder unter Wechselatmung mit dem Tauchpartner kontrolliert aufzusteigen als unkontrolliert ohne Atmung nach oben zu schießen. Auch wenn eine solche Situation nicht vorkommen soll und wahrscheinlich auch nicht vorkommen wird, muß der Taucher sie sich doch vergegenwärtigen, um sie im Entstehen unter Kontrolle zu bringen, oder um, wenn er durchschießt, wenigstens ans Abatmen zu denken.
 
Nullzeit als Begriff auf der Dekompressionstabelle ist diejenige ->Grundzeit, die gerade noch keine ->Austauchpausen erforderlich machen. Die Nulllzeit beginnt mit dem Verlassen der Wasseroberfläche und endet mit dem Beginn des ->Aufstiegs, wenn mit der vorgeschriebenen Auftauchgeschwindigkeit aufgestiegen wird. Steigt man langsamer als vorgeschrieben auf (z.B. unter 10m/min), so ist die gesamte Zeit bis zum Erreichen der ->Sicherheitsstop-Tiefe zu berücksichtigen.
 
  

top


  O

Oberflächenpause als Begriff auf der Dekompressionstabelle ist die zwischen zwei Tauchgängen nicht unter Wasser verbrachte Zeit.
 
OBV Abkürzung für 1. Österreichischer Berufstauchlehrer Verband. Adresse: c/o Sonja Binder Petermühlweg 1 A-8073 Feldkirch/Austria Tel. ++4 3- 316 - 291424 Fax ++43 - 316 - 291424 Der 1. ÖBV ist der österreichische cedip-Mitgliedsverband.
 
Orientierungstauchen Jeder Taucher muß sich unter Wasser zurechtfinden und fähig sein, einen groben Kompaßkurs hin und zurück einzuhalten. Der Gruppenleiter muß seine Tauchgruppe z.B. aus dem Gefahrenbereich der Schifffahrt wieder an Land führen, damit die ->Austauchstufen (=Dekostufen) dort im flachen Wasser gefahrlos eingehalten werden können und nicht im freien Wasser, den Wellen und der Strömung ausgesetzt. Dies um so mehr, als die Schutzzone um die ->Taucherflagge in den einzelnen Ländern verschieden ist und manche Bootsfahrer die Bedeutung der Flagge nicht kennen. Ein ->Kompaß, dessen Rose von oben betrachtet wird, ist einfacher zu verstehen und bequemer abzulesen, während ein Kompaß, dessen Marschzahlen, gegenläufig aufgetragen und von der Seite abzulesen sind, ein genaueres Kurshalten ermöglicht. Kompaß und ->Tiefenmessser werden gewöhnlich am linken Arm getragen. Der Tiefenmesser darf den Kompaß nicht beeinflussen. Der Kompaß muß dabei vorn am Handgelenk sitzen, damit er genau in der Körperachse gehalten werden kann. Der Kompaß darf nicht allein zur Orientierung herangezogen werden. Sonnenstand, Strömung, Bodengrund, auf dem Hinweg aufgewirbelter Schlamm oder markante Punkte können gute Orientierungshilfen sein. Helligkeit und Bewuchs geben Hinweis auf die Tiefe. Je besser ein Taucher ein Gewässer kennt, desto souveräner orientiert er sich ohne Kompaß.
 
Osmose Stoffübergang zwischen zwei durch eine poröse Scheidewand getrennten Flüssigkeiten.
 
Oxydose Sauerstoffvergiftung.
 
  

top


  P

PADI Europe Abkürzung für Professional Association of Diving Instructors. Adresse: Oberwilerstr. 3 CH-8442 Hettlingen/Schweiz Tel. +41-52-392727 Fax +41-52-391887 PADI ist eine kommerzielle Tauchorganistation, die grundsätzlich die CMAS-Brevets zur Fortsetzung der Ausbildung im PADI-System respektiert. Im einen oder anderen Fall wird ein zusätzlicher Spezialkurs verlangt. Bei den Instruktoren sind Crossover-Lehrgäge verlangt. PADI Europe ist Gründungsmitglied des ->RSTC Europe.
 
Panik Durch Atemnot oder andere unvorhergesehene Ereignisse während des Tauchgangs sowie beim Schwimmen an der Wasseroberfläche kann bei jedem Taucher Panik auftreten. Bei plötzlich auftretender Panik (z.B. durch Schreck) ist zu verhindern, dass der Taucher nach oben durchschießt, um ihn vor der Gefahr eines Lungenrisses zu bewahren. Allmählich entstehende Panik kann der Ausbilder bei einem Taucher an wachsender Hektik und schneller Atmung erkennen und oftmals durch Höhersteigen, beruhigendes Einwirken und Handkontakt beheben, bevor sie zum Ausbruch kommt.
 
Pascal Alte Druckeinheit: 1 bar =105 Pascal.
 
Pneumothorax = Lungenkollaps.
 
Presslufttauchgerät Unter einem PTG versteht man hier ein einsatzfertiges Gerät, das mindestens aus einer Druckluftflasche mit Ventil und einem ->Atemregler besteht.
 
Prüfdruck der Druckluftflasche beträgt das 1,5fache des zulässigen Fülldrucks.
 
Puls an der Halsschlagader sollte während der ->Herz-Lungen-Wiederbelebung in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden, um die Effektivität der Maßnahmen oder auch das "Wieder-in Gang-kommen" der Eigenfunktionen des Verunfallten festzustellen. Die Kontrolle sollte erstmals nach 1 Minute und dann alle 5 Minuten erfolgen.
 
  

top


  Q

Querschnittslehmung Bilden sich bei der Dekompressionskrankheit Typ 2 Gasblasen im Rückenmark, so ist die Nervenleitung erst ab hier für das entsprechende Versorgungsgebiet unterbrochen. Es wird dann zu einer symmetrischen Verletzung des Nervenbaumes kommen im Sinne ein Querschnittslähmung, die je nach Höhe im Rückenmark zu einer Lähmung der Beine oder zusätzlich der Arme führt. 
  

top


  R

Rauchen Mit dem Tabakrauch wird die Einatemluft neben dem Zellgift Nikotin auch mit Kohlenmonoxid ->Kohlenmonoxidvergiftung angereichert, so dass in Abhängigkeit von Menge und Rauchgewohnheit ein nicht unwesentlicher Anteil des Hämoglobins für den Sauerstofftransport blockiert ist. Ferner dringen mit dem Rauch Mikropartikel tief in den Bronchialbaum - letztlich bis in die Avelolen - ein und führen dort zu lokalen Reizerscheinungen (Bronchitis) und zur Verengung der Bronchien (Erhöhung des Atemwiderstandes). Pathologisch-anatomisch bedeutet dies eine Anschwellung der Schleimhaut mit vermehrter Sekretbildung, wodurch der Querschnitt des Bronchialröhrchens verkleinert wird. Die Ausdehnung der Luft in den dahinterliegenden Abschnitten entsprechend dem ->Boyle-Mariotteschen Gesetz kann während der Auftauchphase zu einer Überdehnung oder einem Riß des Lungengewebes in diesem Abschnitt und zu lebensbedrohlichen Folgen führen.
 
Rautek Bergegriff kommt für die Bergung eines bewußtlosen Tauchers an das Ufer zur Anwendung.
 
Refraktion (Brechung) Trifft ein Lichtstrahl auf die Oberfläche des Wassers, so wird ein Teil ins Wasser hinein gebrochen, der andere Teil in die Luft reflektiert.
 
Rekompression Erneute Kompression nach Tauchunfall, findet in der Druckkammer statt.
 
Reserve oder Reserveluft darf für die Tauchgangberechnung nicht benutzt werden, sondern muß für Notfälle zur Verfügung gehalten werden. Die Luftreserve beträgt mindestens 20% vom maximalen Fülldruck der Flasche.
 
  

top


  S

Salzkristalle sind kristalline Rückstände von Meerwasser. Wenn Salzwasser verdunstet, bleiben kleinste Salzpartikel zurück. Diese können nicht nur Korrosionsvorgänge wie Lochfraß initiieren, sondern außerdem als Rückstände auf Dichtungsflächen oder an O-Ringen Undichtigkeiten verursachen. Schon wenige Salzpartikel sind dabei in der Lage, die Dichtfähigkeit eines O-Ringes außer Kraft zu setzen. Nach dem Tauchen im Salzwasser sollten deshalb nicht nur alle Geräte mit Süßwasser abgespült werden, sondern freigelegte O-Ringe, etwa bei UW-Kameras und -Lampen auf Salzrückstände überprüft werden. Haben sich kristalline Spuren gebildet, wird der O-Ring entfernt und ebenfalls mit Süßwasser abgespült. Auch die Dichtfläche muß auf Salzpartikel oder andere Fremdkörper überprüft und gereinigt werden.
 
Salzverlust des Körpers kann zu Hitzekrämpfen und einem Hitzeschlag führen. Die natürliche Reaktion des Körpers auf Hitze ist Schwitzen. Dieser Vorgang soll durch die Verdunstung von Flüssigkeit einen Kühleffekt erzielen und einer ->Hyperthermie vorbeugen. Beim Schwitzen verliert der Körper jedoch nicht nur Flüssigkeit (->Dehydration) sondern auch Mineralien und Kochsalz. Wird zuviel Kochsalz ausgeschwitzt, beeinflußt dieser Salzverlust die Mechanismen der Muskelkontraktion und Muskelerregbarkeit. Um dem Salzverlust des Körpers vorzubeugen sollen mineralienhaltige Flüssigkeiten getrunken werden, jedoch keine alkoholischen Getränke.
 
Salzwasser (Meerwasser) hat eine durchschnittliche Dichte von 1.03 kg/l. Hierdurch bedingt erfährt ein Taucher im Salzwasser mehr ->Auftrieb als im Süßwasser. Um diesen Mehrauftrieb auszugleichen, muß er sein Bleigewicht anders berechnen und gegenüber dem Tauchen im Süßwasser erhöhen.
 
Sauerstoffvergiftung Selbst der lebensnotwendige Sauerstoff kann in Abhängigkeit von der Höhe des Partialdrucks und der Einwirkdauer giftig werden. Als Grenzwert wird ein Partialdruck von 1,7 bar und eine Einwirkungsdauer von ca. 1 Stunde angesehen. Beim Tauchen mit ->PTG würde ein so hoher Partialdruck erst in einer Tiefe von ca. 71 m erreicht werden. Da eine Tauchzeit von 1 Stunde in dieser Tiefe von einem Sporttaucher nie durchgehalten wird (Luftverbrauch, Kälte, Deko-Zeit, Tiefenrausch) besteht diesbezüglich für Sporttaucher nur die theoretische Möglichkeit einer O2-Vergiftung. Bei der Verwendung von Kreislaufgeräten, die nur mit Sauerstoff betrieben werden, ist dieser kritische Partialdruck jedoch schon in einer Tiefe von 7 m erreicht.
 
Schall Schallwellen gehen von der Schallquelle, einem schwingenden Körper, aus. Der Schall pflanzt sich am schnellsten in einem wenig zusammendrückbaren Medium fort, denn gut mechanisch gekoppelte Moleküle übertragen die Stöße rascher. Aufgrund der Unterschiede in der Kompressibilität wird deshalb der Schall auch im Wasser schneller übertragen als in der Luft. Unter Wasser verändern sich alle Mechanismen der Schallübertragung. Das zeitliche Auflösungsvermögen durch beide Ohren ist nicht mehr gegeben. Aus diesem Grund kann der Taucher die Richtung einer Schallquelle unter Wasser nicht orten - ein gefährlicher Mangel, z.B. wenn Motorboote dort fahren, wo der Taucher auftauchen muß. Normalerweise kann Schall unter Wasser nur wirksam angewendet werden, um die Aufmerksamkeit anderer zu erregen. Da die Schalldämpfung (d.h. die Abschwächung mit zunehmender Entfernung) im Wasser viel geringer als in der Luft ist, kann auch die Entfernung einer Schallquelle nicht aus Überwasser-Erfahrung abgeleitet werden.
 
Schnorchel  Ausstattung: Rohr, Mundstück, Haltevorrichtung, Sicherheitsfarbstreifen, keine Klappen oder Ventile, die die Luftzufuhr unterbrechen können. Faltschläuche als Verbindung zwischen Mundstück und Rohr sind nicht empfehlenswert.  Länge: Max. 35 cm (zwischen Mundstück und Lufteintritt).  Innendurchmesser: Für Kinder 15-18 mm. Für Erwachsene 18-25 mm.  Mundstück: Es muß anatomisch geformt sein. Kanten müssen mit einem Radius vom mindestens 1 mm gerundet sein.
 
Schock  Volumenmangelschock: Wird ausgelöst durch Verminderung des Blutvolumens im Gefäßsystem infolge einer Blutung nach außen (z.B. Verletzung eines großen Gefäßes) oder nach innen (z.B. Blutung in die Brusthöhle). Ferner kann ein Volumenmangelschock durch starken Flüssigkeitsverlust bei Durchfall, Erbrechen, starkem Schwitzen, nach Verbrennungen und infolge einer Ödementwicklung bei der ->Dekompressionskrankheit eintreten.  Septischer Schock: Bei bakteriellen Infektionen können rasch große Mengen von Bakteriengiften in die Blutbahn eingeschwemmt werden und durch vielfältige Störungen z.B. an der Muskulatur des Herzens, an der Gefäßwand, an den Erythrozyten und an den Gehirnzellen zu einem Schockbild führen.  Überempfindlichkeitsschock (Allergiescher Schock): Ist Folge einer allegischen Reaktion bei Überempfindlichkeit gegen Fremdeiweiß, aber auch gegen andere chemische Verbindungen. Ein solcher allergiescher Schock könnte bei entsprechend veranlagten (sensibilisierten) Menschen auch nach Kontakt mit Gifttieren provoziert werden.  Herzschock (Kardiogener Schock): Ist charakterisiert durch einen plötzliche Herzleistungsschwäche auf Grund einer Entzündung des Herzmuskels, eines Herzinfarkts, einer Gas- oder Fettembolie in den Herzkranzgefäßen nach Lungenüberdruckunfall oder ->Dekompressionskrankheit.  Neurogener Schock: Zusammenbrechen des Kreislaufs als Folge einer Schädelhirnverletzung oder auf Grund von Gifteinwirkung an den Nerven der Blutgefäße oder des Gehirns.  Drüsenschock (Endokriner Schock): Entwickelt sich aus einer Stoffwechselentgleisung, tritt aber in fast allen Fällen nur bei Menschen auf, die an einer Stoffwechselstörung leiden.
 
Schwimmbad Black Out bedeutet eine plötzliche, ohne Vorwarnung und Anzeichen eintretende Bewußtlosigkeit unter Wasser. Ursache ist fast immer eine vorausgegangene -Hyperventilation.
 
Seekrankheit Fast alle gegen diese Krankheit eingesetzten Medikamente wirken allgemein dämpfend auf das Gehirn und die Nerven, wobei diese Wirkung unterschiedlich lange nach der Einnahme anhält. Während dieser Zeit sollte kein Tauchgang unternommen werden, da das Reaktionsvermögen vermindert und die Schwelle für die Anfälligkeit des Tiefenrausches erniedrigt sein kann. Ebenso ist es problematisch, bei bestehender Seekrankheit einen Tauchgang zu beginnen, wenngleich unter Wasser durch Wegfall der krankheitsauslösenden Ursache (Schlingerbewegung des Schiffes) Übelkeit und Brechreiz meist aufhören.
 
Sicherheits Stop Allgemein wird heute für jeden Tauchgang die Einhaltung eines Sicherheitsstops vor dem ->Aufstieg zur Wasseroberfläche gefordert. Die Empfehlungen bewegen sich zwischen 3-5 min auf 3-6 m Tiefe.
 
SSI Europe Abkürzung für Scuba Schools International. Adresse: c/o SSI Germany Karlsruher Str. 113 D-68775 Ketsch/Deutschland Tel. +49-6202-68240 Fax +49-6202-68241 SSI stammt wie einige andere der gewerblichen US-amerikanischen Tauchorganisationen ursprünglich aus Kalifornien, wurde 1974 aber nach Fort Collins im Bundesstaat Colorado umgesiedelt. SSI verfolgt eine konsequente Expansionspolitik mittels einer Art Franchise-Konzept, bei dem die Ausbildung und der Vertrieb des Lehrmaterials über Tauchschulen und -basen sowie Tauchshops erfolgen. SSI erkennt grundsätzlich die Brevets anderer Verbände zur Fortsetzung der Ausbildung unter SSI-Richtlinien an. Tauchlehrer anderer Verbände können über einen ->Crossover-Kurs einsteigen. SSI Europe und SSI Italien sind Gründungsmitglieder des ->RSTC Europe. SSI Europe ist ein Kommittee der regionalen SSI-Zentren in Europa, die in Benelux, Deutschland, Großbritannien, Italien und Spanien angesiedelt sind.
 
Streuung Die Streuung wird hauptsächlich durch feinste Teilchen im Wasser bewirkt. Dadurch hat der Taucher den Eindruck, vor den im Blickfeld liegenden Gegenständen liege ein Schleier, der die Kontraste herabsetzt und die Sichtweite begrenzt.
 
Subkutanes Emphysem Ansammlung von Luft unter der Haut.
 
Sättigung Sobald sich ein Taucher im Wasser höheren ->Umgebungsdrucken aussetzt, sättigen sich Blut und Körpergewebe nach dem ->Gasgesetz von Henry entsprechend dem Umgebungsdruck mit den in der Lunge vorhandenen Gasen auf. Beim Tauchen mit Druckluft ist dabei nur die Aufsättigung mit dem Inertgas N2 von Bedeutung.
 
Sättigungszeit Für die Entstehung der -Dekompressions-krankheit/Caissonkrankheit ist wesentlich, wie lange der Taucher unter dem erhöhten Druck geatmet hat, dass die verschiedenen Gewebe unterschiedlich lange Sättigungszeiten (Minuten bis Stunden) und unterschiedliche Löslichkeitskoeffizienten aufweisen.
 
Sättigungtauchen Verweilt ein Taucher so lange in der Tiefe, bis alle seine Körpergewebe vollständig geättigt sind, so spricht man von einem Sättigungstauchen (engl.: saturation dive). Beim Tauchen mit Preßluft wäre dieser Zeitpunkt erst nach über zwei Tagen erreicht, da die langsamsten Gewebe eine Sättigungshalbwertzeit von über 10 Stunden haben. Ab Erreichen der Sättigung bleiben die erforderlichen Dekompressionszeiten für den Taucher konstant, d.h.die Relation zwischen effektiver Arbeitszeit unter Wasser und unproduktiver Dekompressionszeit wird um so günstiger, je länger der Taucher unter Druck bleibt. In der Offshore-Industrie (Gas-, Ölförderung etc.) führen Taucher daher oft mehrwöchige "Tauchgänge" durch. Zwischen ihren Einsätzen im Meer verbringen die Taucher dabei die Ruhezeiten in Druckkammern auf einer Bohrplattform oder an Bord eines Schiffes. Zum Arbeiten werden sie mit einer kleinen Druckkammer (engl.: Bell) wie mit einem Fahrstuhl bis zu ihrer Arbeitstiefe gebracht.
 
  

top


  T

Tarierung Wenn beim Abtauchen, beim Auftauchen oder beim Verbleiben in einer gewählten oder vorgeschriebenen Tiefe starker Flossenschlag erforderlich wird, verbraucht man unnütz Luft. Dies ist ein Sicherheitsrisko. Im Wasser kann der Taucher seine Gewichtskraft (->Auftrieb oder ->Abtrieb) allgemein nicht willkürlich ändern (vom Sammeln von Steinen oder Bleiabwurf einmal abgesehen). Lediglich die Gewichtskraft der Luft (12 N pro 1.000 bar l) geht langsam verloren. Trägt er einen Anzug aus Neopren, so nimmt das verdrängte Wasservolumen ohne sein Zutun ab, wenn er tiefer taucht. Angenommen, er hat anfangs schon Abtrieb, so wird dieser beim Abtauchen noch größer. Jeder Taucher sollte deshalb auf sorgfältige Tarierung großen Wert legen. Trägt er eine Taucherweste, so kann er durch dosiertes Aufblasen diesen Abtriebszuwachs auffangen. Gegen Ende des Tauchgangs fehlt nun das Gewicht der veratmeten Luft, und beim Aufsteigen verdrängt der Neopren-Anzug wieder mehr Wasser. Durch rechtzeitiges Ablassen von Luft (die sich ja beim Aufsteigen wieder ausdehnt) aus der Taucherweste muß der Taucher verhindern, dass zuviel Auftrieb entsteht. Da er seinen Auftrieb nur bis zur völligen Entleerung der Taucherweste verringern kann, muß er von vornherein so viel Blei mitnehmen, dass er mit nahezu leerem ->PTG und leerer Taucherweste in 3 m Tiefe austariert ist, also weden Auftrieb noch Abtrieb hat. Man nennt diesen Zustand ->austariert oder hydrostatisches Gleichgewicht. Das erfordert überschlägige Berechnungen der Auftriebsunterschiede.
 
Tauche nie Alleine von allen ->Tauchsportorganisationen und ->Tauchverbänden anerkannte Grundregel für das Sporttauchen unter normalen Bedingungen. Einige Organisatione und Verbände sehen in besonderen Situationen, z.B. in Notfällen oder beim Suchen mit Leinenverbindung zum Ufer oder Boot, Ausnahmen vor. Bestimmte Notsituationen unter Wasser werde ohne Tauchpartner in vielen Fällen lebensbedrohlich. Ein Sporttaucher taucht normalerweise nicht mit redundanten Systemen; so ist er meist mit einem ->Atemregler mit nur einer ->Ersten Stufe ausgerüstet. Wenn der Lungenautomat (=Atemregler) während des Tauchgangs ausfällt, ist der betroffene Taucher mit Hilfe seines Tauchpartners in der Lage, unter Wechselatmung aufzusteigen. Auch wenn einer der Tauchpartner einen ->Black-out erleidet oder bei ihm ein ->Tiefenrausch einsetzt, ist die Hilfe des Partner lebenswichtig. Voraussetzung bei selbständig tauchenden Partnern ist daher ein ausreichender Ausbildungsstand und gegenseitiges Vertrauen.
 
Tauchen bei Strömung Keine Tauchgänge sollten durchgeführt werden bei Strömungsgeschwindigkeiten, die größer sind als die Dauergeschwindigkeit der Tauchergruppe. Strömungstauchgänge sind sorgfältig zu planen. Erhöhter Luftverbrauch ist einzukalkulieren, die Rückkehr zum Ausgangsort (Schnorcheln, Fußmarsch) ist zu berücksichtigen. Die Taucher sollen sich nicht zu weit treiben lassen und nicht gegen unerwartete, starke Strömung ankämpfen. Vorsicht vor Netzen und anderen Hindernissen im Wasser ist angebracht. Sporttaucher sollten gegen die Strömung tauchen, sich am Grund halten und Strömungsschatten von Geländeunebenheiten ausnutzen. Haben die Oberflächen- und die Grundströmung unterschiedliche Richtungen, so ist grundsätzlich gegen die Richtung der Oberflächenströmung zu tauchen. Hierdurch soll erreicht werden, dass die Tauchgruppe auch bei einer Dekompressionsphase im freien Wasser von der Oberflächenströmung wieder zum Ausgangsort getragen wird.
 
Taucherflöhe Die Hauterscheinungen der Dekompressionskrankheit Typ 1 gehen mit Juckreiz in einem oder mehreren Hautbezirken einher, verbunden mit einer Marmorierung der Haut. In der Tauchersprache werden diese Erscheinungen als "Taucherflöhe" bezeichnet.
 
Tauchreflex Eine Beeinflussung des Kreislaufs stellt schon das Eintauchen des Körpers in Wasser dar, dessen Temperatur deutlich unterhalb der Körpertemperatur liegt. Es bleibt der Blutdruck zwar gleich, aber es setzen dabei eine Verengung der Gefäße und eine Verlangsamung der Herzfrequenz ein. Dies kann unter extremen Bedingungen (Ertrinkender in kaltem Wasser) bis zu einer Reduzierung des Kreislaufs auf die Herz-Hirn-Versorgung führen. Die Zielsetzung dieses aus der Entwicklungsgeschichte der Landlebewesen noch erhaltenen Tauchreflexes ist eine Einsparung des O2-Verbrauchs. Dieses Phänomen ist bei geübten Tauchern ausgeprägter als bei untrainierten und bei Tauchern mit Halbgesichtsmaske stärker als bei Tauchern mit Vollgesichtsmaske, da die Rezeptoren für diesen Reflex hauptsächlich in der Mundregion liegen.
 
Tauchsportorganisationen Mit Entstehen von Tauchbasen und spezialisierten Tauchshops traten auch die gewerblich orientierten Tauchverbände ins Leben. Diese Verbände übernahmen die Rolle des Mittlers zwischen wirtschaftlichen Interessen auf der einen Seite und tauchsportlichen Grundsätzen, wie sie in den ->Vereinen entstanden waren, auf der anderen: Wer das Tauchen gelernt hat, braucht Ausrüstung. Wer diese Ausrüstung gekauft hat, will sie benutzen. Nachdem er ein Tauchrevier kennengelernt hat, interessiert ihn ein anderes. Wer genügend oft getaucht hat, möchte ein seinen fortgeschrittenen Erfahrungen angemesseneres ->Tauchbrevet. Mit diesem kann er anspruchsvollere Tauchreviere aufsuchen. Etwa vor diesem Hintergrund sind viele der europäischen Tauchorganisationen, die kommerziell ausgerichtet sind, entstanden. Diese Organisationen haben sich in der Ausbildung an die Richtlinien des jeweiligen nationalen (Amateur-)Tauchsportverbandes angelehnt, welcher wiederum Mitglied in der Welttauchsportorganisation ->CMAS ist. Auf diese Weise sind die meisten europäischen gewerblichen Tauchverbände in ihren Anforderungen für Taucher und Tauchlehrer sehr eng mit dem Weltverband verknüpft, was auch in der Regel die Anerkennung der Brevets dieser Verbände durch die CMAS zur Folge hat. Vor allem in den Vereinigten Staaten und Kanada hat das Tauchen als Freizeitsport andere Wurzeln als in Europa. Nicht nur im Tauchen, sondern ganz generell mag es ein kulturelles und gesellschaftliches Grundverständnis der Nordamerikaner sein, dass eine Sache immer dann eine gute Sache ist, wenn bei ihr materiell auch etwas Zählbares herausspringt. Diese kommerzielle Orientierung hat schon Mitte der 60er Jahre in Nordamerika dem Freizeittauchen einige Weichen anders gestellt als in Europa. In einer Nation wie den USA, dem Land der Freien - wie sie selbst sagen -, in der neben der genannten Grundausrichtung darüber hinaus prinzipiell alles erlaubt ist, was nicht ausdrücklich verboten bzw. wodurch niemand anderem Schaden entsteht, hat die Sporttaucherei frei von Auflagen oder einengenden Reglementierungen fast schon zwangsläufig einen anderen Weg eingeschlagen als in Europa. Kommerziell ausgerichtete Organisationen haben den Tauchbetrieb bald in die Hand genommen und nach dem Prinzip gut geführter Unternehmen privatwirtschaftlich organisiert. Allen voran konnte sich seit Mitte der 60er Jahre ->PADI in Nordamerika durchsetzen. Das Auftauchen dieser Organisationen und Unternehmen in allen Teilen der Sporttauchwelt - seit dem Beginn der 80er Jahre auch in Europa - hat die Alte (Tauch-)Welt nachhaltig verändert. Wirtschaftsunternehmen sind auf Wachstum programmiert. Diese Maxime haben die gewerblichen Tauchorganisationen aus den USA auch in Europa erfolgreich umgesetzt. Dem bewußt-unbewußt eher elitären, leistungsorientierten Tauchsportkonzept, wie es in Europa gepflegt wurde, wurde das "->Easy Diving" für prinzipiell jedermann gegenübergestellt. Der Sport für relativ wenige transformierte zu einem Freizeitereignis für viele. Natürlich setzten die US-Amerikaner mit dieser Orientierung andere Akzente in der Ausbildung als die Europäer. Die Ausbildungszeiten schienen zunächst viel kürzer zu sein, was ihnen ebensoviel Kritik seitens vieler europäischer Tauchverbände wie Marktanteile eingebracht hat. Dabei darf man nicht vergessen, dass die nordamerikanischen gewerblichen Tauchsportorganisationen ihren Anteil nicht dadurch erhalten haben, dass andere Verbände vom Markt verdrängt oder kleiner wurden, sondern sie haben mit ihren Methoden ganz erheblich zum Wachstum der gesamten Sporttauchbranche beigetragen.
 
Tiefenmesser Vor allem im Bereich der Dekompressionsstufen gute Ablesbarkeit; möglichst gespreizte Skala; maximaler Anzeigefehler in allen Bereichen 5%; Schleppzeiger (zusätzlicher Zeiger, der auf der größten erreichbaren Tiefe stehen bleibt) ist empfehlenswert; Leuchtziffernblatt. Konstruktionsprinzipien:  Boyle-Mariottescher Tiefenmesser: Ein kreisförmig gebogenes, einseitig offenes, luftgefülltes Röhrchen füllt sich unter dem zunehmenden Wasserdruck mit Wasser. Aufgrund des ->Boyle-Mariotteschen Gesetzes ergibt sich eine Tiefenanzeige, die in geringen Tiefenbereichen recht genau ist.  Rohrfedertiefenmesser: Ein bogenförmiges Röhrchen aus federndem Metall (Bourdon-Rohr) wird je nach Konstruktion entweder von innen oder von außen mit dem herrschenden Wasserdruck belastet. Dadurch streckt oder krümmt sich das Rohr. Diese Bewegung wird auf einen Zeiger übertragen. Gute Genauigkeit, besonders in der Tiefe.  Membrantiefenmesser: Der Druck wirkt auf eine flexible Metalldose, deren Bewegung auf einen Zeiger übertragen wird. Sehr gute Genauigkeit, gerade in geringen Tiefen.
 
Tiefenrausch (Stickstoffvergiftung) d.h. ein Zustand eingeschränkter Wahrnehmungsfähigkeit, gestörten Urteilsvermögens und - möglicherweise daraus resultierenden - unlogischen Reaktionsverhaltens, ausgelöst beim Tauchen mit ->PTG durch den Druck des Atemgases. Im Gegensatz zum ->Black-out meldet sich der Tiefenrausch beim Taucher an, d.h. es verbleibt eine Zeitspanne, in der noch verstandesmäßig ein Mißverhältnis zwischen einer Wahrnehmung (z.B. metallischer Geschmack) und dem logisch erwarteten Wahrheitsgehalt dieser Wahrnehmung erfaßt wird. Berichtete Symptome: Optische (z.B. Röhrenblick, Farbsehen) oder akustische Sinnestäuschungen, Empfindungstörungen (z.B. Euphorie, Angst), Kritiklosigkeit. Der volleingetretenen Tiefenrausch endet in einer Bewußtlosigkeit. Das Erkennen beim Tauchpartner ist sehr schwer. Unter entsprechenden Umständen (Tiefe) ist aus dem Verhalten (Nichtreagieren auf UW-Zeichen, überbetonte Beantwortung auf OK-Zeichen) auf einen Tiefenrausch schließen. Siehe auch -> Inertgas.
 
TÜV überprüft Drucklufttauchgeräte.
 
  

top


  U

Umgebungsdruck = örtlicher Wasserdruck + Luftdruck
 
Umweltschutz bedeutet beim Tauchen auch: 1. Zufahrt:  Befestigte Wege nutzen 2. Vor dem Tauchgang:  Uferstreifen schützen,  Abfälle sammeln 3. Einstieg:  Tauchgruppen benutzen nur einen Ein- und Ausstieg,  Benutzen von befestigtem Einstieg 4. Der Tauchgang:  Kein Täten oder Sammeln,  Von Laich fernbleiben,  Speziell im Winter: Fische nicht stören, siehe Winterstarre,  Tarieren In Feriengebieten werden oft Tierpräparate als Souvenirs angeboten. Beim Kauf solcher "Andenken" trägt man dazu bei, dass diese Tiere in großer Zahl gefangen und häufig auf grausame Art und Weise getötet werden. Nur ein Verzicht auf den Kauf derartiger Mitbringsel kann verhindern, dass weiterhin tropische Meere als Souvenirreservoir ausgeplündert werden. Viele künstliche Gegenstände können Tieren und Pflanzen als Lebensraum, Versteck, Laichplatz oder Besiedlungsgrundlage dienen. Ihre Entfernung stellt eine Verringerung der besiedelbaren Lebensräume dar. Rigerose Gewässerputzaktionen, wie sie in den letzten Jahren durchgeführt wurden, sind daher aus ökologischen Gründen abzulehnen. Taucher sollten nur Gegenstände aus dem Gewässer entfernen bzw. entfernen lassen, die giftige Stoffe abscheiden oder dem Gewässer einen direkten Schaden zufügen (z.B. Farbeimer, Chemikalienbehälter).
 
Unterkühlung Die allgemeine Unterkühlung des Körpers läßt sich klinisch in drei Phasen einteilen: 1. Phase: Absinken der Rektaltemperatur bis auf 34°C  Abwehrmaßnahmen, wie z.B. Drosselung der Hautdurchblutung, Kältezittern,  Schmerzen in den Extremitäten,  Angstgefühl, Streßsituation (erhöhter Luftverbrauch),  beschleunigter Stoffwechsel,  Blutdruckerhöhung und Steigerung der Pulsfrequenz. 2. Phase: Absinken der Rektaltemperatur auf 33-27°C  Aufhören des Muskelzitterns, beginnende Muskelstarre mit Lähmungen,  Nachlassen der Schmerzempfindung und Wahrnehmungsfähigkeit,  Absinken der Pulsfrequenz,  Auftreten von Herzrythmusstörungen,  Erschwerte Atmung. 3. Phase: Absinken der Rektaltemperatur auf 31-22°C  Komplette Lähmungsphase,  Tod durch Herzkreislaufversagen und Atemstillstand.
 
UW-Manometer (auch Finimeter) ist ein Meßinstrument, das dem Taucher den momentanen Druck des Druckluftflasche anzeigt. Es wird mittels eines Hochdruckschlauches an den Atemregler (HP-Anschluß) angeschlossen. Der direkte Anschluß an das Flaschenventil ist nicht zu empfehlen, da hierbei durch unvorsichtigen Flaschentransport das UW-Manometer sehr leicht beschädigt werden kann.
 
Übergewicht kann zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Stoffwechselstörungen und -erkrankungen wie ->Diabetes führen und dadurch unter Umständen die Tauchtauglichkeit beeinträchtigen. Für übergewichtige Personen sind außerdem durch den erhöhten Anteil von Fettgewebe die Risikofaktoren einer ->Dekompressionskrankheit bedeutend höher.
 
Übersättigungsfaktor von Haldane ermittelte Größe im Zusammenhang mit der ->Entsättigung. Haldane hatte während der Untersuchungen über die ->Dekompressionskrankheiten (Caissonkrankheiten) herausgefunden, dass eine Gasblasenbildung vermieden werden kann, wenn der Außendruck halbiert wird. Haldane definierte aufgrund dieser Tatsache den Wert des kritischen Übersättigungsfaktors mit 1,58 bar: 0,79 (Stickstoffpartialdruck) x 2 bar = 1,58 bar. Dies bedeutet, dass es in einer Wassertiefe von zehn Metern bei einem Tauchgang über beliebig lange Zeit zu keiner schädlichen Gasblasenbildung käme, da der Stickstoffpartialdruck dieser Tiefe den Wert des kritischen Übersättigungsfaktors nicht übersteigt.
 
  

top


  V

VDST Abkürzung für Verband Deutscher Sporttaucher e.V. Adresse: Tannenstr. 25 D-64546 Mörfelden/Deutschland Tel. +49-6105-961302 Fax +49-6105-961345 1954 wurde der VDST in Düsseldorf gegründet und hat damit die Entwicklung des Tauchsports in Deutschland ganz wesentlich von den Anfängen an mitgestaltet. Der VDST ist der deutsch Mitgliedsverband der ->CMAS. Aufgrund seiner starken Struktur ist der VDST einer der Verbände, die mit den großen, international agierenden gewerblichen Organisationen in bezug auf Wachstum und Gestaltung der Standards mithalten können. Diese hervorragende Stellung verdankt der VDST auch der Tatsache, dass er die in Deutschland ansässigen gewerblichen Tauchorganisationen vertraglich an sich binden konnte. So haben die gewerblichen Verbände mitgeholfen, die ->DTSA-Brevets des VDST, welche wiederum äquivalent zu den internationalen CMAS-Brevets sind, in Deutschland und darüber hinaus zu verbreiten. Umgekehrt hatte dies den Vorteil für die Gewerblichen, an den nationalen und den ->Weltverband angekoppelt zu sein. Auch bei der Einführung staatlich anerkannter Tauchlehrerausbildungen fiel dem VDST eine führende Rolle zu. Er war an der Schaffung der ITLA beteiligt. Als Sportverband gehört der VDST außer zur ->CMAS ebenfalls zum Deutschen Sportbund als Dachorganisation. Seine Stellung als eine Art Dachverband und Interessenvertreter aller Taucher in Deutschland hat der VDST durch einen klugen Schachzug unterstrichen, indem er neben den vertraglich assoziierten, gewerblich orientierten Verbänden ->Barakuda, FST, VETL, und VIT, die ohnehin nach DTSA-Normen ausbilden, auch die unteren Brevetierungsstufen von ->DIWA, ->NAUI, ->PADI, PDIC, UDI und VDLT voll bzw. zusammen mit gewissen Spezialbrevets und einer Mindestanzahl durchgeführter Tauchgänge problemlos anerkennt.
 
Vergiftung durch Meerestiere Bei einem Kontakt mit giftigen Meerestieren werden meist mehrere Gifte übertragen, d.h. mehrere chemische Substanzen, die mehrere Systeme des menschlichen Organismus angreifen. Man unterscheidet a) neurotoxische (am Nervensystem angreifende) und b) hämolytische (feste Bestandteile des Blutes auflösende) Gifte. Dabei handelt es sich um Eiweißsubstanzen, die sämtlich hitzeempfindlich sind, d.h. bei Temperaturen über 50 °C zerstört werden. Hieraus lassen sich schon die notwendigen Gegenmaßnahmen erkennen. Behandlungsmaßnahmen müssen darauf ausgerichtet sein, 1. die Ausbreitung der Giftstoffe im Organismus zu verhindern bzw. aufgenommene Gifte zu entfernen, 2. die Auswirkung beireits ausgebreiteter Gifte im Organismus möglichst gering zu halten, d.h. a) Schmerzbekämpfung, b) Unterstützung der Atmung, c) Unterstützung von Herz und Kreislauf, d) Erhaltung der Nierenfunktion und e) Verhütung von Sekundärinfektionen. Spezifische Gegengifte gibt es meist nicht. Ausnahme: Steinfischserum, das in Melbourne (Commonwealth Serum Laboratories, Parkville) hergestellt wird. Die Schwierigkeit der Beschaffung, des Transports, die kurze Haltbarkeit des Serums, die hohen Kosten und die Anwendungsart (intravenöse Verabreichung) gestalten den Einsatz im Notfall jedoch sehr problematisch. Bei Verletzungen durch Giftstachel oder Giftzähne von Fischen, Schlangen oder Kegelschnecken bleibt deshalb für den Ersthelfer meist nur die Heißwasserbehandlungsmethode. Dabei werden auf die Verletzungstelle heiße Kompressen aufgelegt oder die verletzten Gliedmaßen in 50 bis 70 °C heißem Wasser gebadet. Auf Grund der Tatsache, dass diese biologischen Gifte auf Eiweißbasis aufgebaut sind, tritt durch die Hitzeeinwirkung eine ->Denaturierung und damit Verlust der Gifteinwirkung ein. Ferner müssen sämtliche Maßnahmen zur Verhinderung der Aufnahme und der Verbreitung der Gifte im Körper ergriffen werden. Eine sehr heroische Methode wäre das Erweitern der Wunde (ausbluten lassen) durch Einschnitte. Besser ist jedoch, eine Stauung oberhalb der Verletzungsstelle, d.h. zwischen Verletzungsstelle und Herz, anzulegen. Eine solche Stauung sollte möglichst breitflächig erfolgen, um eine Druckschädigung der Nerven zu vermeiden. Das Aussaugen der Wunde ist in jedem Fall zu unterlassen, da über kleine Hautrisse im Mundbereich das Gift wieder aufgenommen werden kann bzw. für den Helfer Vergiftungsgefahr besteht. Unter Notfallbedingungen kann das Auswaschen der Wunde mit Salzwasser große Mengen des Giftes aus dem Verletzungsbereich entfernen. Damit sind unter Notfallbedingungen die Behandlungsmethoden für den Laien erschöpft. Eine medikamentöse Behandlung sollte möglichst frühzeitig einsetzen, erfordert aber entsprechende pharmakologische und medizinische Kenntnisse. Ist es zu einem Hautkontakt mit Nesselgiften von Korallen oder Quallen gekommen, sollte man die Verletzungsstelle abtrocknen lassen oder vorsichtig mit Alkohol, Formalin oder Salmiakgeist beträfeln, denn meist liegen in dem Schleimfilm auf der Haut noch viele nicht abeschossene Nesselkapseln, die sich beim Abwischen entladen und den Befund dadurch verschlimmern würden. Zur Behandlung leichterer Verletzungen genügt anschließend die Anwendung von Hautschutzsalben. In seltenen Fällen (z.B. bei einigen Quallenarten) treten Kreislaufstörungen, aber auch Schockzustände auf. Tödlich verlaufen dagegen meist Berührungen von Chironek-Arten (Seewespen genannte Quallen) im Indischen und Pazifischen Ozean.
 
  

top


  W

Wracktauchen Ob man in ein Wrack hineintauchen kann, muß vor Ort entschieden werden, nachdem man sich in mehreren Tauchgängen eine Vorstellung von diesem gemacht hat. Je nach den Umständen kann bei weiterem Eindringen in ein Wrack eine außen festgeknotete Führungsleine sinnvoll sein, die den Rückweg sichert. Alle Taucher müssen eine Lampe haben und sich optimal tariert weitgehend ohne Flossenschläge bewegen bzw. sich mit den Händen vorwärts ziehen. Jeder Flossenschlag wirbelt Schlamm auf, trübt damit das Wasser und das Tageslicht, das den Rückweg weist, ist nicht mehr erkennbar. Die Westenflasche ist etwas fester zuzudrehen. Keine Nachttauchgänge in Wracks!
 
Wärmeleitung (Konduktion): Schnell schwingende Moleküle stoßen an langsam schwingende Moleküle und übertragen so die Geschwindigkeit (=Wärme) von einer Stelle eines Körpers zu einer anderen. Wasser ist ein weitaus besserer Wärmeleiter als Luft, und ein ungeschützter Taucher verliert einen großen Teil seiner Körperwärme an das umgebende Wasser durch direkte Berührung.
 
Wärmeströmung (Konvektion) ist Wärmetransport durch bewegte Flüssigkeiten oder Gase. Der Transport von Wärmeenergie geschieht hier, in dem die Flüssigkeiten oder Gase mit der in ihnen enthaltenen Wärmeenergie transportiert werden. Der Taucher kann Wärmeenergie durch direkten Kontakt (Konduktion) an das Wasser abgeben. Das erwärmte Wasser direkt an seinem Körper kann durch kälteres ersetzt werden (Konvektion).
 
  

top


  X

  

top


  Y

  

top


  Z

Zweite Stufe eines ->Atemreglers reduziert den Mitteldruck auf das Niveau des ->Umgebungsdrucks. Normalerweise genügt die leichte Druckabnahme durch das Einatmen in der Zweiten Stufe, um einen ausreichenden Luftstrom zum Mundstück in Gang zu bringen. Durch die Druckabnahme wölbt sich in der Zweiten Stufe eine große Membran und öffnet das Ventil der Zweiten Stufe. Die am weitesten verbreitete Bauweise dieser Stufe ist eine Kammer aus Kunststoff oder verchromtem Messing, die auf der R&uum;ckseite mit einem Mundstück verbunden ist. Unterhalb des Mundstücks ist ein Ausatemventil angebracht, das von einem Blasenabweiser bedeckt wird. Größere oder doppelte Ausatemventile vermindern den Ausatemwiderstand. An der vorderen Seite der Kammer ist ein sog. Luftduschenkopf installiert, der mit der Membran in Verbindung steht (bei manchen Zweiten Stufen steht die Membran mit dem Ausatemventil in Verbindung). Der Luftduschenkopf kann gedrückt werden, wenn der Taucher manuell Luft durch die Zweite Stufe strömen lassen will, um eingedrungenes Wasser herauszulassen. Am Mundstück der Zweiten Stufe findet man die gleichen Vorrichtungen wie beim Schnorchelmundstück, einschließlich dem orthodontischen Design und den angepaßten Bißzapfen.
 
  

top



Scuba-Unlimited.at © 2005
Impressum     AGB's     Werben auf S.UN     FAQ's     Ideen & Anregungen